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22.07.2006
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Ältere Versionen von Programmen machen oft mehr Sinn als ihre Nachfolger

Old Versions: Warum die neueste Freeware nicht immer besser ist

Moritz Zielenkewitz




Ärgern Sie sich auch darüber, dass Programme mit jeder neuen Versionsnummer immer größer und hardwarehungriger werden, ohne dass sie wirklich etwas Neues können? Oder zusätzliche Features in die Software eingebettet werden, die Sie gar nicht brauchen? Dann sollten Sie sich nach älteren Versionen dieser Software umschauen. So genannte Old Versions besitzen oft die gleichen Funktionen wie der brandneue Ableger, ohne unnötig aufgebauscht zu sein. Und manchmal sind alte Versionen sogar funktional einfach besser. In diesem Artikel stellt netzwelt Ihnen Freeware vor, bei der sich der Blick auf Old Versions lohnt.

Inhalt

Alte Versionen: Wann weniger eben doch mehr ist

Speziell Software aus dem Multimedia-Bereich ist heutzutage oft hoffnungslos überfrachtet, jeder Entwickler versucht sich an der Eier legenden Wollmilchsau. Doch wenn man einmal herunterbricht, was User beispielsweise von einem Video-Player verlangen, ist die Antwort kurz und bündig: Videos abspielen. Und eben nicht DVDs brennen, online Filme kaufen oder Flash-Animationen erstellen. Und was das Abspielen von Videoclips oder Musik angeht, können alte Versionen dieser Programme meistens ebenso gut. Klarer Vorteil: Der benötigte Arbeitsspeicher ist so nicht selten mehr als halbiert, das System ist entlastet.

Von Old Versions im Sicherheits-Bereich rät netzwelt allerdings ab: Es ist es kaum möglich, eine ältere Version eines Virenscanners oder Spyware-Tools auf dem Computer zu behalten, ohne dass die Aktualisierungs-Routine ein Update auf die neueste Version vornehmen möchte. Und sollten Sie dieses Update unterbinden, bekommen Sie auch keine aktuellen Virendefinitionen - der Nutzen Ihrer Sicherheits-Freeware wäre damit zunichte gemacht, da nur Aktualität das System sauber halten kann.

Video-Player: Mit dem alten sieht man besser

Gerade Abspielprogramme für Videos und DVDs haben dieses Problem des Aufblähens. Bei drei Playern sticht das ganz besonders heraus, hier wäre die Old Version eine sinnvolle Alternative. Der erste Kandidat ist der gute Windows Media Player: In Version 11, die standardmäßig unter Vista unterstützt wird, ist die Installationsdatei 23 Megabyte groß. Doch viel beeindruckender ist der Hunger nach Arbeitsspeicher: 36 Megabyte RAM verlangt der Media Player im Betrieb - für einen Videoclip schon enorm viel, für das Abspielen von Musik eigentlich eine Zumutung. Abhilfe schafft hier Version 9 aus dem Hause Microsoft: Nur noch zehn Megabyte groß ist dieser Ableger, der Verbrauch des Arbeitsspeichers ist mit acht Megabyte nicht einmal ein Viertel des vorherigen Werts.


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Schalllf, am 22.07.2006 12:10

Ist denn die ICQ Version 98a nicht anfällig gegen hackerangriffe? Ich meine ICQ wurde doch auch in punkto Sicherheit weiterentwickelt oder? Ist es da nicht ein etwas flascher Rat von Euch auf eine alte Version umzusteigen?


Pixel, am 22.07.2006 12:59

Sehe ich auch so. Viel Spaß beim Streamen von Videos mit so alten Quicktime-, Realplayer- oder WMP-Versionen! Auch mit Acrobat 5 kann man keine Acrobat 6- oder 7-PDFs lesen. Wer hätte das gedacht? Und bei Winamp ist die akuelle 5.24er Version im zusammengeklappten Zustand fast genauso groß, wie die 2.95er (2,2 zu 1,9 MB). Dafür kann man aber u.a. auf Podcasts und Medialibary zugreifen. Das aussehen hat sich sowieso nicht viel geändert.


Schallf, am 22.07.2006 14:08

Nun gut der neue Winamp schluckt wirklich viel. Aber auch das "tolle" foobar2000 schluckt nur 2 mb weniger arbeitsspeicher im gegensatz zu winamp 2.xx wenn es läuft. und wenn man schon sparen will sollte man im text vielleicht quicktimealternativ und realtime alternative anbieten. verarbeitet die neuesten codes und schluckt halt soviel wie der medienplayer classic


Rath, am 22.07.2006 22:07

"Old Versions"... Ein Paradebeispiel für überflüssiges Englisch. Fast wie bei Windows Update: "gedownloadet".


GreasySpoon, am 23.07.2006 17:40

das war aber nicht sinn des textes - wobei angemerkt sei, dass wir mpc, quicktime und real alternative aber dennoch als die alternativen zu den schwerfälligen tools empfehlen.

in dem text ging es um ALTE versionen, die den neuen unter umständen technisch überlegen sind. etwa weil eine funktion weggefallen ist oder die ressourcen mehr und mehr belastet werden.


Schallf, am 23.07.2006 19:47

Trotzdem ein gefährlicher Rat da auch in alten Versionen ungefixte Sicherheitslücken sein können. Vielleicht extra daraug hinweisen!


Grunzer, am 24.07.2006 15:02

Den "aktuellen" (ich hab noch die 5.0) Winamp kann man aber durchaus dazu bringen, nicht ständig im Speicher herumzulungern.
Zumindest hat der sich bei mir nicht mehr in die bekannte "run" Stelle in die Registrierung geschrieben, nachdem ich ihn da rausgeschmissen habe.
Wenn man ihm unter den "allgemeinen Einstellungen" auch noch sagt, daß man ihn nicht im Systray haben will, dann schließt er sich auch komplett wenn man ihn beendet.

Trotzdem, wer nur Mediendateien abspielen will, der ist meiner Meinung nach mit dem vlc am besten bedient. Der spielt alles, immer und ist relativ klein (8 MB wenn er gestartet ist und knapp über 20 MB auf der Festplatte)

Grüße Grunzer


oder direkt umsteigen..., am 25.07.2006 23:44

miranda für icq
foxit reader für akrobat
7zip für winrar / winzip
winamp aktuell ohne modern skin und den anderen firlefanz

das freut mein system!


Anonym, am 27.07.2006 15:43

Wenn man Miranda gescheit benutzen will braucht man eineige Plugins. Wenn die drin sind frisst es fast mehr Speicher als ICQ. Ich war auch ne weile lang Mairanda Fan,bin aber wegen mehr oder weniger grossen problemen die immer mal wieder aufgetaucht sind auf Trillian umgestiegen.


i.mer, am 27.07.2006 16:06

Grundsärzlich hat die Redaktion ja Recht, aber im einzelnen ist keine Empfehlung auch nur einen Cent Wert.

1. ICQ98 IST unsicher, zum Chatten gibt es bessere Alternativen, etwa Miranda, Trillian, Gaim.
2. Winamp Nennt bei jeder Update-Empfehlung auslösende Sicherheitsprobleme, v2.9x ist nicht von Löchern befreit.
3. ....

Grundsätzlich ist eine aktuelle Alternative zum ungeliebten Riesen immer besser, als eine veraltete Version. Wer eine Suchmaschine bediene kann, der findet auch schnell die Empfehlungen zum Umsteigen...

Wer da Spare will, sollte bei der Installation die modernen Skins Visualisiereunge und andere Erweiterungen abwählen, oder gleich zur Lite-version greifen. Es muss ja nicht immer die Vollinstallation durchgeführt werden. Der Player an sich verbraucht kaum mehr Speicher, als 2.9x

Wem QuickTime, Real und Windows Media Player zu viel verbrauchen, der sollte sich etwa den Media Player Classic zusammen mit Real Alternative und QuickTime Alternative anschauen, ggf. als k-Lite Mega Codec Pack Lite.

Aber solange man die automatische Installation anwählt und sich keine Gedanken um die Zusammensetzung der Installationspakete macht ist das sowieso alles egal..


Und abschließen noch eine Frage: Wozu kauft man denn 3GHz-Boliden mit 512 oder 1024MB RAM, wenn dieser dann mit veraltetem Mist, alá ICQ98a so wenig wie möglich belastet werden soll...

Nichts Grundsätzliches gegen Netzwelt.de, aber man sollte schon schreiben, wen man ansprechen möchte, bevor sich welche DAU WinAmp 1.0 draufspielen...


Daniel, am 27.07.2006 22:32

Einfach lächerlich, aber nach Meinung mancher Zeitgenossen unverzichtbar.


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