Steckt PCs in die Tasche
Zocken wie zu Hause: Gamer-Notebook Dell XPS M1710 im Test
Sascha Hottes
Seinen alles andere als langsamen Vorfahren XPS M170 übertrifft das neue XPS M1710 in jeder wichtigen Disziplin. Dass die Unterschiede zum Teil derart drastisch ausfallen, ist in erster Linie dem GeForce Go 7900 GTX sowie dem derzeit schnellsten mobilen Dual-Core-Prozessor aus dem Hause Intel zuzuschreiben. Selbst Half-Life 2 läuft bei einer Auflösung von 1.920 x 1.200 und hohen Qualitätseinstellungen noch absolut ruckelfrei. Zudem sorgen zwei Gigabyte Arbeitsspeicher und eine schnelle Festplatte für rasante Ladezeiten. Damit steckt das XPS M1710 die meisten Heimrechner sprichwörtlich in die Tasche - einen hochwertigen Notebook-Rucksack gibt es übrigens gratis dazu.
Schluckspecht mit zweischneidigem Schnabel
Für ein Notebook verbraucht das XPS M1710 übermäßig viel Energie, doch in Relation zu einem klobigen Desktop-PC, der bei vergleichbarer Performance schnell doppelt so viel Strom verschlingt, löst sich dieses Manko schnell in Wohlgefallen auf. Auch der Geräuschpegel dürfte deutlich unter dem der meisten Heimcomputer liegen: Im Leerlauf säuselt es bloß leise vor sich hin, bei voller Belastung geht es zwar hörbar, aber nie wirklich aufdringlich zu Werke. Leider verhindern das hohe Gewicht und die kurze Akkulaufzeit längere Exkursionen ins Grüne.
Dell XPS M1710 im Test
Für Großbildansicht auf ein Bild klicken.Spiele und Videos profitieren besonders vom Panorama-Blick und der überaus ansehnlichen Bildqualität des XPS M1710. Glücklicherweise macht die hohe Leuchtkraft dabei den Griff zum Helligkeitsregler im Treiber oder Medienspieler so gut wie überflüssig. Bei Videos ist bei genauerem Hinschauen allerdings ein gewisses Bildrauschen erkennbar. Schlieren lassen sich hauptsächlich bei Rollenspielen wie Titan Quest und Straßenrennern wie World Racing 2 ausmachen, trüben den Spielgenuss jedoch in keinster Weise - zumindest aus der Sicht von Gelegenheits-Gamern.
Mit einer Art Jukebox-Funktion namens MediaDirect können Videos, Bilder und Musik-Dateien von CD oder Festplatte wiedergegeben werden, ohne dass Windows dafür komplett hochfahren muss. Formate wie WMV-Videos oder MP3-Musik spielt MediaDirect ohne Zicken ab, stellt sich jedoch bei komprimierten Bewegtbildern im beliebten Xvid-Format quer. Akustisch glänzt das XPS M1710 mit einem klaren satten Sound bei durchaus akzeptablen Bässen. Dank der hohen Reserven reicht zur Beschallung kleinerer Räumen bereits eine 50-prozentige Lautstärke, bei sehr hohem Pegel klingen die Höhen jedoch etwas übersteuert.
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