Steckt PCs in die Tasche
Zocken wie zu Hause: Gamer-Notebook Dell XPS M1710 im Test
Sascha Hottes
"Herzlichen Glückwunsch! Sie verfügen über ein hochauflösendes Display"
Während der nachträglichen Installation von Dells Energieverwaltungs-Software QuickSet wird man mit einer unerwarteten Meldung konfrontiert: "Herzlichen Glückwunsch! Sie verfügen über ein hochauflösendes Display." Da fühlt man sich doch gleich wie ein VIP aus dem Glamour-Magazin. Bei diesem Bildschirm besteht durchaus Grund zur Gratulation, allerdings sollte man der Empfehlung, den Schriftgrad zu vergrößern, besser nicht nachkommen. Andernfalls leidet die Qualität beträchtlich - Internetseiten werden unansehnlich und Bilder unscharf angezeigt.
Wer sich erst einmal an die kleinen Buchstaben gewöhnt hat, bekommt sehr viel fürs Auge. Zwar steht bloß ein Display zur Verfügung, doch das hat es mit seinen beachtlichen 1.920 x 1.200 Bildpunkten wirklich in sich und übertrifft sogar die maximale HDTV-Auflösung. Es präsentiert sich hell, glasklar und gestochen scharf. Drei Internetseiten nebeneinander? Kein Problem für das XPS M1710. Das Darstellen niedrigerer Auflösung gelingt ihm durchweg sehr gut. Soll das Bild dabei nicht auf die volle Größe gestreckt werden, lässt es sich ohne Qualitätseinbußen als verkleinerter Ausschnitt anzeigen.
Dell XPS M1710 im Test
Für Großbildansicht auf ein Bild klicken.Negativ fällt bei dunklen wie hellen Testbildern die zu den Rändern hin abnehmende Ausleuchtung auf, die mit wölkchen-artigen Effekten und etwas unregelmäßigen Farbverläufen einhergeht. Davon abgesehen ist die Weiß- und Schwarzmalerei durchaus gelungen. Bei letzterer wirkt die Darstellung allerdings geringfügig angegraut und umso satter, desto niedriger der Helligkeitsregler steht. Die kräftigen, intensiven Farben zählen zweifellos zu den Stärken des M1710-Displays. Bei Blickwinkeländerungen neigt es zu einem sichtbaren Gelbstich, was für einen Notebook-Bildschirm aber noch in Ordnung geht. Zwei bis drei Zuschauer können ohne größere Einschränkungen zusehen, sofern die starken Spiegelungen es überhaupt zulassen.
Weichteile: Tastatur und Touchpad
Bei den integrierten Maustasten des XPS M1710 vermissen wir ein wenig das charakteristische, präzise Klicken der hochwertigen, freilaufenden Vorbilder. Stattdessen landen die Finger auf weich gefedertem Plastik und erhalten bloß mittelmäßige Rückmeldung. Für schnelle Manöver ist das Touchpad eher ungeeignet, da seine Oberfläche dem Finger einen recht hohen Widerstand entgegensetzt. Anspruchsvolle Spieler sollten daher lieber gleich eine gute Gamer-Maus einstecken.
Hochwertiger, aber in schnödem Hellgrau, erscheint dafür die Tastatur des M1710. Das mattschwarze Keyboard des Vorgängers hätte dem aktuellen Modell mit Sicherheit besser gestanden. An der Funktion gibt es hingegen nur wenig zu meckern, außer dass die Tasten leicht vor sich hin klappern. Ansonsten besticht die Tastatur durch gut platzierte Druckpunkte sowie einen angenehm niedrigen Widerstand. Zum vollkommenen Gamer-Glück fehlt dem M1710 allerdings der separate Nummernblock.
Druckversion | Links zum Artikel | Kommentare
« zurück 1 | 2 | 3 | 4 | 5 weiter »
Mehr über: Hardware, Testbericht, Notebook, Dell, Gaming-Hardware
-
Dell Inspiron 1501 im Test: Preiswertes AMD-Notebook
Flottes Arbeitstier mit Dual-Core-Power -
Dell treibt's bunt: Die neuen Notebooks und PCs
Bunte Laptops und kompakte Alltagsrechner -
Asus G1 im Test: Notebook für Gelegenheits-Gamer
Extravaganter Mittelklasse-Sportler
Links zum Artikel
Diesen Artikel verlinken
Dieser Artikel steht unter einer Creative Commons-Lizenz.
nach oben








