MP3-Player und Camcorder in einem Gerät
Bild- und Liedermacher: Archos Gmini 402 Camcorder im Test
Michael Knott
Die Schnittstellen: Rundum sorglos
Legt man den Archos Gmini 402 über das mitgelieferte USB-Kabel an die Kette zum Rechner, lässt sich das Gerät problemlos als externer Datenträger ansprechen. Keine Zwangs-Software vermiest den Transfer von Musik, Daten, Bildern oder Videos. Wer will, kann Mediendateien auch mit dem Microsoft Windows Media Player automatisch oder manuell abgleichen. Auch der Bildertransfer von einer Digitalkamera klappte im Test problemlos.
Bedienung und Steuerung: Überblick verschaffen
Gespeicherte Musik lässt sich nach Kriterien wie "Genre", "Album" oder "Titel" wiederfinden. Dabei folgt die Bedienung über die insgesamt elf Tasten nicht immer einer logischen Gesetzgebung. Man braucht schon ein gewisse Zeit, um den Gmini zügig und blind steuern zu können. Wer den Player in der Hosentasche transportiert, bekommt gleich doppelt Probleme. Zum einen legen es die Abmessungen nicht gerade nahe, den Gmini in engen Jeans-Taschen auszuführen. Zum anderen sorgt der seitliche Kopfhörer-Ausgang für schmerzhafte Begegnungen mit dem Oberschenkel.
Musikspezifisch findet man im Menü nahezu sämtliche Einstellungen, die es gibt. Wiedergabelisten lassen sich komfortabel erstellen und verwalten. Zudem wird sowohl die Resume- als auch die Lesezeichen-Funktion vom 402 unterstützt. Auch ist es möglich, einzelne Dateien oder Musikstücke dauerhaft aus dem Speicher zu entfernen.
Nach einem Neustart setzt die Wiedergabe daher auf Wunsch an exakt der Stelle fort, an welcher zuvor unterbrochen wurde. Lesezeichen erlauben dem Nutzer das Wiederfinden bestimmter, gespeicherter Stellen in einem Musik-Stück oder in einem Hörspiel. Ärgerlich, dass auch dieser Archos-Player nur über eine softwareseitige Tastensperre verfügt. Sie schützt vor einer Fehlbedienung während der Wiedergabe, aber nicht vor versehentlichem Ein- oder Ausschalten in der Hosentasche.
Hörprobe: Angenehm ausgeglichen
Neben MP3 kommt der Gmini noch mit WMA(DRM)- und WAV-Musik klar. Am Klang gibt es nichts zu meckern. Unsere Test-Wiedergabeliste spielte der Archos angenehm ausgeglichen ab. Leider bietet er keine voreingestellten Equalizer-Presets, doch immerhin lässt sich der Klang über einen vom Nutzer einstellbaren Klangregler definieren.
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