Dieser Player passt in keine Schublade
Französisches Intermezzo: Archos Gmini XS 100 im Test
Michael Knott
Klang
Die zum Lieferumfang gehörenden Ohrstecker haben einen im Kabel eingearbeiteten Lautstärkeregler. Schön für die Kopfhörer. Trotzdem sollten sie, am besten noch eingeschweißt, in den Papierkorb wandern. Denn den Klang, den sie in die Gehörgänge pusten, wird dem Potential des XS 100 bei weitem nicht gerecht.
Setzt man hingegen ausgewachsene Studiokopfhörer oder hochwertige Ohrstöpsel auf die Lauscher, sieht die Sache zum Glück anders aus. Einen Tick mehr Bass könnte der Player trotzdem vertragen, Mitten und Höhen gibt er sauber wieder. Endlich findet auch ein vom Nutzer frei definierbarer Equalizer Einzug in ein Archos-Menü.
An fünf Bändern darf der Besitzer sich austoben und sich den eigenen Lieblingsklang zurechtzimmern. Zusätzlich stehen fünf bereits voreingestellte Presets zum Klangtuning bereit, bei allen fünf sind deutlich hörbare Unterschiede zu verzeichnen. Zusatzeffekte, wie zum Beispiel SRS, bietet der Player hingegen nicht. Ebenso müssen Interessierte auf ein Radio, ein Mikrofon und einen Line-In-Eingang verzichten.
Fazit
Der Archos Gmini XS 100 ist wie eine solide Wohnung. Kein Marmor-, sondern Teppichboden, Rauhfasertapete statt Wandteppiche. Was er kann, macht er gut, und der Preis von etwa 130 Euro ist für die gebotene Leistung in Ordnung. Punktabzug gibt es für das teilweise recht träge Ansprechverhalten und für den Lieferumfang. Der Klang und viele nette Menü-Details gleichen diese Mankos aber wieder aus.
Die Homepage des Herstellers ist für Kaufinteressenten immer einen Blick wert. Dort bietet Archos nämlich generalüberholte Gebraucht-Player an. Nicht selten sind dort echte Schnäppchen zu finden. Einen Gmini XS 100 mit drei Gigabyte großer Festplatte ist dort etwa für 90 Euro zu haben. Den entsprechenden Link finden Sie in der Box unterhalb dieses Artikels.
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