Die Gunst des Spätgeborenen
Erfolgs-Nachfolger: Samsung YP-U2 im Test
Michael Knott
Im Grundzustand klingt der Player ein wenig blass und farblos. Dies ändert sich schnell, sobald man sich ein wenig mit den Einstellungen vertraut gemacht hat. Vor allem die 3D-Programme überzeugen durch angenehm druckvolle Bässe und warme Mitten. Wenn sich beim Titel "Wet Sand" vom letzten Album der Red Hot Chili Peppers Bassist Michael "Flea" Balzary langsam warm spielt, ist Gänsehaut garantiert.
Abspielbare Formate und Mikrofon
Luftige Höhen sind nicht ganz so das Ding dieses Players, sämtliche anderen Bereiche deckt er, je nach gewählter Einstellung, gut bis sehr gut ab. Im Vergleich zum Vorgänger ist der Klang des YP-U2 eine echte Weiterentwicklung. Mit den abspielbaren Formate MP3, WMA, WAV, OGG und ASF ist der Testkandidat ebenfalls gut aufgestellt. Dank Firmware-Update sind weitere zukünftige Formate denkbar.
Ein eingebautes Mikrofon macht den YP-U2 zum Diktiergerät. Die Test-Aufnahmen bescheinigten der kleinen Öffnung im unteren Gehäuse-Teil eine brauchbare Leistung. Die Aufnahmen werden direkt in MP3-Dateien umgewandelt. Die Qualität lässt sich in drei Stufen auf bis zu 128 Kbit/s hochschrauben.
Fazit
Aus einem simpel gestrickten USB-Stick mit Musikfunktion wurde ein fast schon edler MP3-Player mit Datenfunktion. Diese Metamorphose ist Samsung eindrucksvoll gelungen. Genauso einfach zu bedienen wie der Vorgänger, dafür im Klang deutlich aufgewertet, ist der Aufpreis von gerade einmal 15 Euro für die Zwei-Gigabyte-Version gerechtfertigt.
Für diesen Mehrpreis bekommt der Käufer nicht nur klanglich, sondern auch optisch etwas geboten. Über Sinn und Unsinn der beleuchteten USB-Abdeckung lässt sich streiten. Das Negative-LC-Display hingegen lässt sich eindeutig besser ablesen. Dafür war die ausklappbare USB-Schnittstelle des YP-U1 einfach praktischer.
Erhältlich ist der YP-U2 derzeit in weißer oder schwarzer Farbgebung, in Speichergrößen von 512 Megabyte, einem oder zwei Gigabyte. In Kürze wird auch eine Variante mit integriertem FM-Radio zu haben sein. Der Lieferumfang fällt bei allen Versionen mit Software-CD und Kopfhörern sehr dürftig aus.
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