Was ist besser: Online-Kalender oder installierte Terminplaner?
Termine, Termine, Termine - Kalender-Freeware im Vergleich
Moritz Zielenkewitz
Was also das Einrichten angeht, liegen Kiko und GCal vorne, die Registrierung läuft genauso schnell ab wie die PIM-Installation und das spätere Einloggen ist nur eine Frage von Sekunden. Zwischen den beiden Online-Lösungen gibt es da keinen Unterschied. Zwar brauchen Sie für den portablen ePIM einen USB-Stick und auch entsprechende Rechte am PC, um auf diesen zugreifen zu können - dafür können Sie die Freeware auch benutzen, wenn gerade einmal kein Internet zur Verfügung stehen sollte oder der jeweilige Server die Arbeit verweigert.
Oberfläche: Von übersichtlich bis sehr übersichtlich
Einmal eingeloggt, geben sich Kiko und der Google Calendar ziemlich übersichtlich: In der Mitte des Fensters dominiert der Terminplaner - je nach Bedarf vom aktuellen Tag bis zur Monatsansicht. GCal hat darüber hinaus noch eine linke Sidebar, in der Mini-Kalender und Auswahlfenster platziert wurden. Kiko hat links und rechts eine Sidebar: Der Kalender in Miniatur ist hier rechts, links finden sich Label-Auswahl und die Kontakte. Vorteil von Kiko: Beide Sidebars lassen sich einklappen, wenn sie gerade nicht benötigt werden. Dafür wirkt die linke Seite bei Kiko etwas zu gedrängt, mehr Abstand der einzelnen Blöcke hätte der Übersicht gut getan.
Die Hauptansicht von Kiko und Google Calendar (Klick vergrößert)
Beide Web-Planer verfrachten den Log-Out und Einstellungen in eine schmale Leiste am oberen Bildschirmrand. Sowohl Kiko als auch GCal arbeiten zusätzlich über Tabs: Während Google dieses Feature allerdings nur für die verschiedenen Kalenderansichten Heute, Woche, Monat nutzt, listet Kiko auch aufgerufene Einstellungen und Termine als Tabs auf, die Sie dann einzeln schließen können. In Sachen Bedienung liegt Kiko damit vorne, denn beide Online-Kalender lassen sich schlecht über die Vor- und Zurückpfeile des Browsers steuern - nach wie vor ein Problem von AJAX-Applikationen.
Doch wer eine wirklich aufgeräumte Oberfläche will, wird mit dem Essential PIM glücklich: Links finden Sie die Kategorien Kalender, Aufgaben, Notizen, Kontakte und die praktische Zusammenfassung des Tages namens ePIM heute. Rechts erscheinen je nach Auswahl unterschiedliche Schaltflächen zum Bearbeiten des Kalenders, auch der Mini-Kalender sitzt hier. Die gesamte Mitte verbucht die Kalenderansicht für sich. Zusätzlich nutzt der Essential PIM die Windows-typische Befehlsleiste mit Datei, Ansicht, Extras und dergleichen, um zusätzliche Konfigurationen auszulagern. Leider besitzt der ePIM keine Undo- und Redo-Funktion - laut Hersteller ist auch für die Zukunft nichts dergleichen geplant. PIM ist insgesamt am übersichtlichsten, aber Kiko und GCal können trotzdem überzeugen.

Einstellungen: Komfort gut, Deutsch mangelhaft
Bei den Einstellungen unterscheiden sich die drei Kontrahenten teilweise deutlich, vor allem das Anpassen auf individuelle Wünsche ist nicht immer einfach. Standardmäßig sind alle drei Programme auf die englische Sprache eingestellt. Der Essential PIM lässt sich über Extras > Sprache allerding schnell auf Deutsch umstellen. Die Übersetzungen sind größtenteils gelungen, nur manchmal sind die deutschen Bezeichnungen länger als die Schaltfläche - nicht kritisch, aber auch nicht schön.
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