Durchwachsener Player mit Klang- und Format-Schwächen
Sandisk sansa c150: MP3-Player vom Speicherprofi im Test
Michael Knott
Auch auf großen, geschlossenen Studio-Kopfhörern fällt das Bass-Manko auf. Hier lässt sich aber mit Hilfe des frei definierbaren Nutzer-Equalizers ein annehmbarer Sound zurechtschustern. Dennoch - wirklich Klangverliebte sollten von der c100-Serie absehen, nicht nur auf Grund der wenigen unterstützten Formate. Auch Effekte wie SRS bietet der Player nicht.
Radio und Mikrofon
120 Euro kostet die von uns getestete Version mit zwei Gigabyte großem Speicher. Für die Hälfte der Kapazität sind noch 85 Euro fällig. Da darf man ein wenig Zusatz-Nutzen erwarten, von dem Farbdisplay einmal abgesehen. Sandisk bedient dieses Verlangen mit einem Radio und einem Mikrofon.
Der Tuner hatte im Test zwar einen brauchbaren Empfang, ab und an wurde er aber durch heftige Störgeräusche unterbrochen. Die 20 besten Sender der Region wandern in den Speicher und stehen somit auf Knopfdruck parat. Auf Knopfdruck zeichnet der Player auch das empfangene Programm auf. Eine programmierte Aufnahme hingegen, etwa um eine nächtliche Sendung aufzuzeichnen, ist nicht möglich.
Die kleine Mikrofon-Öffnung versteckt sich links neben der Tastensperre. Stimmen, sofern sie nicht weiter als zwei Meter entfernt vom Player sind, zeichnet der Sandisk recht klar auf. Um die Umgebungs-Geräusche noch mit auf Flash-Speicher zu bannen, reicht die Leistung nicht aus. Immerhin speichert der Player sowohl Radio- als auch Mikrofon-Aufnahmen im gängigen WAV-Format ab, sodass die Wiedergabe am Rechner kein Problem darstellt.
Fazit
Zwei Gigabyte Speicher, ein Farbdisplay und eine gute Ausstattung liefern eine durchwachsene Leistung ab. Der Preis von 120 Euro geht nur für denjenigen in Ordnung, der nicht allzu gesteigerten Wert auf einen guten Klang und auf die unterstützten Formate legt. In beiden Punkten ist der Sandisk sansa c150 ziemlich schwach auf der Brust. Zum Lieferumfang gehört ein USB-Kabel, eine Software-CD sowie gut sitzende Kopfhörer.
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