Durchwachsener Player mit Klang- und Format-Schwächen
Sandisk sansa c150: MP3-Player vom Speicherprofi im Test
Michael Knott
Display
Die Anzeige fällt mit einer Diagonalen von drei Zentimetern gerade noch groß genug aus und kann bis zu 64.000 Farben darstellen. Sie ist ausreichend hell, allerdings fällt der Blickwinkel extrem schmal aus. Sobald man den Player ein wenig neigt, wird das Display merklich dunkler. Es stellt auch kleine Bilder dar, selbst eine Dia-Show ist möglich, aber auf Grund der geringen Auflösung wenig sinnvoll.
Kontakt zum Rechner nimmt der c150 über eine fixe USB-2.0-Verbindung auf. Leider verzichtet auch Sandisk nicht auf ein eigenes Steckerformat. Geht das mitgelieferte Kabel verloren, muss ein neues gekauft werden. Mit einem handelsüblichen Mini-USB-Kabel lässt sich der Kleine nicht zum Datenverkehr bewegen.
Steht der Kontakt, geht alles ganz einfach und unkompliziert. Entweder man überträgt Daten und Musik per Drag-and-Drop direkt aus dem Windows-Explorer heraus oder man gleicht die Musik und Fotos mit dem Media Player ab. So sollte es sein.
Bedienung und Datenabgleich
Auf dem Speicher des sansa c150 angekommen, lässt sich die Datenbank nach Kriterien wie "Titel", "Album", "Interpret" oder "Genre" durchforsten. Die Original-Reihenfolge der Lieder bleibt dabei erhalten. Dank einer Resume-Funktion setzt der Player ein Lied an gleicher Stelle fort, an der es zuvor unterbrochen wurde. Dies funktioniert sogar bei einem völligen Stromausfall nach einem Batterie-Wechsel. Während des Abspielens lassen sich einzelne Titel einer On-The-Go-Wiedergabeliste hinzufügen. Hörspiel-Fans können leider keine dauerhaften Lesezeichen setzen.
Die Menüstruktur des Sandisk-PLayers ist vorbildlich, die Steuerung mit Hilfe des bereits erwähnten Joysticks gewöhnungsbedürftig. So bestätigt etwa der mittig platzierte Knopf einen Menü-Eintrag. Zum Abspielen oder Anhalten eines Liedes muss der Nutzer den Joystick nach oben drücken. Vor allem bei einer blinden Benutzung in der Hosentasche dürfte es so zu der ein oder anderen Verwechslung kommen. Eine mechanische Tastensperre verhindert wirkungsvoll ein unbeabsichtiges Ein- oder Ausschalten des Players.
Klang und Formate
Der Sandisk sansa c150 kommt lediglich mit MP3- oder WMA-Musik klar und unterstützt keine DRM-geschützten Tracks. Für Hörspiel-Freunde ist noch das Audible-Format interessant. Beim Hörtest fallen ziemlich schnell die fehlenden Bässe auf. Auch mit Hilfe von einem der vier voreigestellten Equalizer-Presets lässt sich dieses Manko nicht beheben. Der klangliche Unterschied zwischen den einzelnen Settings ist maginal und auf den mitgelieferten Ohrsteckern fast überhaupt nicht wahrnehmbar.
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