Netzwelt nimmt das Betriebssystem der Zukunft unter die Lupe
Windows Vista im Visier: Ein Selbstversuch
Sascha Hottes
Ich konnte es kaum glauben: An meinem letzten Arbeitstag erreichte mich ein Päckchen. Absender: Microsoft. Inhalt: Windows Vista auf zwei DVDs und einer CD. Das bekommt wahrlich nicht jeder und es war klar, dass mein Abschied doch bis auf die Fertigstellung dieses Artikels warten musste.
Auf den beiden DVDs liegt Vista jeweils in einer 32- und einer 64-Bit-Version, die CD liefert noch Zusätze: Eine Art n-Lite-Ersatz in Billigfassung und die neue Version des "Microsoft .NET-Framework", ein Softwarepaket für Programmierer.
Ich griff zu den DVDs und drückte Sie unserem Spitzenprogrammierer Dirk in die Hand. "Die musst Du nehmen", nuschelte er kurz angebunden und deutete auf eine der silbernen Scheiben - ohne weitere Begründung, tief in die Befehlskolonnen auf seinem Bildschirm versunken. Gesagt, getan: Eine Minute später drehte sich die DVD schon im Laufwerk.
Hübsches Setup
Das Vista-Setup begrüßte mich sofort mit grafischer Oberfläche - sehr angenehm. Kein monoton schwarzer Bildschirm mit eckiger grauer Schrift. Alle Benutzereingaben wurden vor dem Installationsvorgang gemacht und es waren erstaunlich wenige: Vista-Key, Ziel-Festplatte und Computername fürs Netzwerk.
Doch dann wurde es langweilig: Das Setup kopierte und kopierte und dann kopierte es noch mehr. Wir schlossen im Büro Wetten ab, wie lange die Installation dauern würde.
Zwischendurch schoss ich ein Foto nach dem anderen, obwohl immer das Gleiche zu sehen war: Ein blauer Bildschirm mit einer kriechenden Fortschrittsanzeige. Ich gewann die Wette: Der Kopiervorgang dauerte knapp eine Stunde.
Erster Eindruck
Dann war es endlich soweit: Der neue Desktop erstrahlte mitsamt seiner schwarz lackierten Task-Leiste auf dem Bildschirm. Als Hintergrundbild erschienen Grashalme in Großaufnahme, von den angeblich so tollen Glaseffekten der Fenster fehlte jede Spur.
Rings um den Bildschirm sammelten sich meine neugierigen Kollegen und gaben Kommentare ab. "Longhorn ist ne Wiese geworden, so'n Scheiß", bemerkte einer, während ein anderer zur Maus griff und den neuen Explorer in Angriff nahm: "Wo ist denn hier eigentlich C ?"
Druckversion | Links zum Artikel | Kommentare
Mehr über: Software, Tutorial, Betriebssystem, Windows Vista, Vista vorgestellt
-
Freeware-Download: vLite
Release Candidate der finalen Version 1.0 erschienen -
Windows Vista: Service Pack 1 ab 18. März verfügbar
Einen Monat später automatisch per Windows Update -
Vista Drive Icon: Speicherglanz für Windows XP
Symbole für Festplatten und Laufwerke in Vista-Optik
Links zum Artikel
Diskutieren Sie zu diesen Artikel im Forum!
Neues Thema eröffnen
Tzk. Ich kann von Vista nur abraten. Zumindest von dieser Open Beta 2.
Das Betriebssystem an sich finde ich gut gelungen, von XP auf Vista wirkt auf mich ungefähr wie damals von 2000 auf XP. Aber der Bootlader ist einfach Horror. Beim ersten mal wurde er korrupt installiert, so dass ich zwar noch XP booten konnte, dafür aber statt Vista immer noch "Windows Setup" dortstand.
Lag höchstwahrscheinlich daran, dass ich Depp zuerst das Setup aus XP heraus startete, nach dem Notwendigen Neustart die Vista-DVD das aber nicht richtig bemerkte und eine eigene Installation startete. Werkelte ich nun an den Bootoptionen, so konnte ich dann zwar Vista, aber wiederum nicht XP starten.
Also runter damit, nur dummerweise stellt Vista sich so ein, dass man die Daten im Windows-Ordner nicht einfach löschen kann - keine Ahnung wieso, es geht einfach nicht. Zwei Stunden Rumprobieren später stoße ich im Internet auf BCWipe, nach zwei Duzend Durchläufen damit sind die Daten endlich passe.
Gestern will ich es dann noch einmal versuchen, wieder knapp zwei Stunden Installation, Vista bootet korrekt, ich nehme die Installations-DVD heraus - und wieder bootet nur XP. Mit dem kleinen Unterschied, dass der Bootlader dieses mal überhaupt nicht installiert wurde...
Vista sei Dank, ebnet M$ doch nun durch diesen Fehlschlag eines OS nun allen POSIX (Linux/BSD/MacOSX) Betriebssystemen den Weg in den Privathaushalt.
Und wenn jetzt noch die Gameentwickler und PC-Hersteller umdenken (mitdenken ;) dann ist es bald aus mit Windoof Systemen und die Redmonder können sich verstärkt anderen Geschäftsfeldern widmen (wie es Bill 2008 auch tun wird ;).
mfg euer unsinn
Das hört sich ja weniger spektakulär an, wobei auch überhaupt nicht auf den technischen Unterbau eingegangen wurde. Bringt der was auf aktueller Hardware oder erst in zukünftigen Generationen?
Mit dem Test scheint mir Vista wirklich nur wie ein XP in schön - wobei man XP mit kleinen Tools ähnlichem Umfang beisteuern kann. Das neue Startmenü mit dem Suchfeld finde ich da noch am besten (gibt's das auch für XP?). Die 3D-Ansicht ist in XP mit ähnlichen Tools auf Dauer nicht der Bringer. Da finde ich Komposé besser, weil übersichtlicher.
Und dann hab ich letztens noch einen Benchmark-Test der Beta gefunden. Vista lief in allen Punkten mal mehr, mal weniger langsamer als XP. XP64 war mit Abstand am schnellsten. Deswegen würde es mich freuen, wenn durch Vista mehr Entwickler zu 64 Bit wechseln würden.
Derzeit wird Vista von Mal zu Mal unattraktiver. Z.B. die Hardware-Anforderungen: ich haben einen Rechner, der locker für Vista ausreichen würde. Aber es muss Sinn machen. Ich dachte, dass, wenn die Grafikkarte das Rendern der Oberfläche übernimmt, die CPU andere Sachen übernehmen kann und dardurch mehr Performance freier wird. Ich brauch auch nicht alle Treiber ständig auf meinem System. Ich installiere sowieso nur die original Herstellertreiber. Den Explorer benutze ich sowieso nicht (Total Commander sei dank), auch nicht die Standard-Ordner und für Sicherheit sorge ich selbst. Und all das soll ja auch komplizierter werden unter Vista (signierte Treiber, signierte Programme). Und wenn ich keinen wirklichen Vorteil erkenne, dann bleib ich erstmal bei XP und hoffe, dass ich auf XP64 wechseln kann.
Also dieser Beitrag ist meiner Meinung nach totaler Unsinn, zum Glück nennt sich der Schreiber auch so.
Also ich hatte das Problem mit dem löschen auch, allerdings kann man einfach die Ordnerrechte ändern und seim Benutzer Vollzugriff auf die Ordner geben und schon kann man auch löschen ohne Problem und ohne mehrfache Durchgänge. Mit dem Bootloader habe ich noch nicht gespielt.
Also Dir kann ich nur sagen, dass es auch eine 64-bit Version von Vista gibt, die ich betreibe. Vorher hatte ich XP-64bit und kann wirklich nicht verstehen, warum es noch Leute mit 64-bit CPU's gibt, die die nicht 64-bit Variante nutzen. Ich muss allerdings dazu sagen, dass ich mein System extra für 64-bit zusammen gestellt habe, d.h. ich habe vorher gesucht welche Hardware 64-bit Treiber Support gibt und welche nicht.
Im allgemeinen bin ich von Vista begeistert, da meiner Meinung nach zu erstmal in Punkto Sicherheit ein Meilenstein geschaffen wurde, auch wenn wahrscheinlich den meisten Benutzern die Abfragen, ob ein bestimmter Prozess etwas machen darf, bei der Installation von Programmen auf die Nerven gehen wird. Die Hardwareanforderungen sind für dieses BS sehr hoch, was ich auch gutheisse, da schliesslich HD in nächste Zeit verstärkt kommen wird und das eben mit mittelmässiger Hardware kaum Spass machen wird.
Spieletechnisch habe ich bisher nur HL 2 getestet und bin sehr zufrieden, da ich hier keine Performanceeinbußen erkennen kann (FPS ist gleich geblieben).
Allerdings muss ich gestehen, dass ich wohl dem Rat eines MS Mitarbeiters folgen werde und mir eine neue CPU (momentan +3500 auf 2,4 GHz) zulegen werde (X2 +3800 wahrscheinlich) und den Hauptspeicher von 1 GB auf 2 GB aufrüsten werde, die Graka 6800GT reicht und die SATA HDD 250 GB ist auch ausreichend.
Zusatz: Nach dem Windows-Update der letzten Tage hat sich die Performance des System nochmals verbessert, ich denke bis zum Final werden die Jungs aus Redmond noch einen Zahn zulegen.
Schön für dich. Ich allerdings höre auf meinen eigenen Rat und steige auf Linux (Ubuntu) um. Schön für mich.
sach ma, liest du auch die beiträge, auf die du antwortest oder die Vista-Beta 2 schonmal live gesehen?
ich finde, das ist garkein unsinn, habe auch die Vista-Bate 2 mal installiert und muss sagen, das was M$ da gemacht hat, treibt nun auch den letzten win-user zu *nix!
Genau, ich bin auch auf Linux umgestiegen, nachdem XP auf dem Markt war und bin sehr zufrieden damit :)
Kann ich nur jedem Windows(L)User auch raten...
Zitat:
Was soll man dazu sagen?...
Das ist doch schon unter NT so gewesen!! Da kam auch eine "Auswahlseite" wenn man die Kombi gedrückt hat und man konnte sogar das Kennwort ändern.
Grüße Grunzer
Wie gut das Du scheinbar meine Posts gelesen hast, ansonsten wäre Dir aufgefallen, das ich nur noch Vista betreibe. Und bist ja ganz schön leet mit Deinem M$ und (L)user. Echt kindisch so was.
Kann dem Artikel voll zustimmen,auf meinem zweit PC mit 1GB RAM, P4/2,66 Ghz Northwood mit FX5950U brauchte die Installation von der selbstgebrannten DVD 4-5 Stunden,danach ldauerte der Reboot ca. 5 Minuten und Vista lief ziemlich lahm.Beim Runterfahren kam jedesmal am Ende ein Bluescreen.
Also ich finde den Bericht nicht besonders gut! Hab aber auch keine lust das weiter zu erläutern...
Und vorstellen kann ich mir das auch kaum richtig gut arbeiten zu können mit 500 mb im arbeitsspeicher nachm systemstart ^^
wä Linux iiiiiiiiiii da lade ich lieber was bei e-mule runder!
Dann doch lieber Linux! Windoof hat so viele Fehler ich werd demnächst wechseln. Linux müsste viel mehr unterstützt werden!
wäääks vista ich bleib bei linux
finden sich bei vista denn auch funktionen, die nicht von os x abgekupfert sind? irgendwas innovatives?
für mich wird M$ immer mehr zur lachnummer.. peinlich peinlich.
Diesen Artikel verlinken
Dieser Artikel steht unter einer Creative Commons-Lizenz.
nach oben













