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05.06.2006
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Leisere, langlebigere und kühlere Rechner mit wenig Aufwand

Untertakten: PC-Tuning mal anders

Sascha Hottes

PC, Geldbeutel und Nerven zu schonen ist oft nur ein paar Mausklicks entfernt. Netzwelt zeigt, wie es geht. Während das Übertakten zwar mehr Leistung bringt, aber neben der Hardware oft auch die Ohrmuscheln malträtiert, hat auch der Schritt in die andere Richtung seine Vorzüge.

Untertakten steigert nicht bloß die Lebenserwartung des Rechners. Denn gleichzeitig sinkt die Temperatur der Hardware und die oft lauten Lüfter können leiser drehen. Außerdem spart man bei der Stromrechnung bares Geld. Welche Möglichkeiten es gibt und welche Maßnahmen wirklich etwas taugen, erfahren Sie im folgenden Artikel.

Inhalt

Vergleich der Extreme: Gaming-Maschine gegen Büro-PC
Grafikkarte untertakten
Holzhammer-Methode
Schluckspecht Spiele-PC
Sparmeister Büro-PC
Die Stromrechnung

Vergleich der Extreme: Gaming-Maschine gegen Büro-PC

Um ein möglichst breites Spektrum abzudecken, prüft netzwelt zwei PCs miteinander, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten: in der einen Ecke der Tarox Modula Extreme 8000 V2, ein absoluter Hochleistungsrechner für 4.000 Euro, in der anderen ein schnuckliger Mini-PC für den Büroeinsatz für nicht mehr als 500 Euro. Wie so oft liegt die Wahrheit beziehungsweise der eigene Rechner irgendwo dazwischen.

Fest steht, dass sich niemand einen High-End-Rechner mit Dual-Core-Prozessor, zwei Grafikkarten und vier Festplatten zum Strom sparen zulegt, sondern um damit zu spielen. Mit einfach Mitteln ist es aber dennoch möglich, beides unter einen Hut zu bringen - und dafür muss man nicht einmal Experte sein. Mehr als Tastatur, Maus und ein wenig Experimentierfreude braucht es dazu nicht.



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Grafikkarte untertakten

Ganz im Gegensatz zum Prozessor lässt sich eine Grafikkarte heutzutage bedeutend leichter über- und untertakten. Wir demonstrieren es an einem grafischen Doppeldecker mit gleich zwei 3D-Boliden mit Nvidias GeForce 7800 GTX. Zuerst schalten wir die so genannten Coolbits im aktuellen Treiber frei, das funktioniert zum Beispiel mit Tuning-Tools wie PowerStrip oder RivaTuner. Wer keine zusätzlichen Programme installieren möchte, kann sich übers Internet auch eine nur wenige Kilobyte große Datei namens "coolbits_forceware.reg" aus möglichst zuverlässiger Quelle herunterladen und ausführen.


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pixel, am 05.06.2006 14:33

ich mach das schon seit monaten, aber eher aus lautstärkegründe. ich denke mir einfach, je geringer der takt, desto weniger warm wird die grafikkarte, desto leiser dreht der lüfter - mein AMD64 läuft sowieso mit quiet&cool. und so läuft meine X850 standardmässig mit 300 Mhz (statt 500) und mit runtergeregeltem lüfter.

und da gibt es dieses - ihr habt es ja schon angesprochen - ATI Tray Tool (ATT), welches auch zum omega-treiber gehört, den man sowieso installieren sollte - aber man kann es auch mit den originaltreibern installieren. der punkt ist der, dass es dieses tool erlaubt, mehr oder weniger automatisch profile zu wechseln. Btw: ATT kann zusätzlich zu den taktraten auch die lüftereinstellungen im profil speichern.

und so hab ich mir ein default-profil erstellt (mit den standardeinstellungen), ein downclocking- und ein overclocking-profil. die voll leistung der grafikkarte brauche ich ja nur in den spielen. also hab ich mir mit ATT einen shortcut angelegt, der ATT startet, das overclocking-profil auswählt, ein directx-profil, farbprofil (bild wird heller) und dann das spiel startet. nach beendigung des spiels stellt ATT alles wieder zurück auf downclocking, bzw. default. zudem verwende ich das "automatische overclocking", welches im 3D-bereich (wenn es dafür also kein eigenes profil gibt) ein anderes profil (bei mir "default") lädt, als im 2D-bereich (downclocking).

damit bleibt mein pc also schön ruhig und kühl, und wenn er was zu tun hat, dreht er hoch und schafft was. und wie ich jetzt gelernt habe, spart das auch noch geld :-)


Bentleman, am 06.06.2006 15:27

Zu Hause habe ich meine X850 XT PE bei 2D auch auf 150/225 MHz untertaktet, damit wird sie kaum wärmer als 30 °C. Die Omega-Treiber sind klasse, was anderes kommt mir auch nicht auf den Rechner. Allerdings stelle ich das Spiele-Profil immer manuell mit Atitool um, weil es sowohl mit der 3D-Detection als auch der automatischen Overclocking-Funktion der Omega-Treiber manchmal Probleme gibt. Jedenfalls startet Windows bei mir immer gleich mit untertakteter Grafikkarte, Videos und TV sind damit überhaupt kein Problem.

Die Lüftereinstellungen sind auch noch ein praktischer Punkt beim ATITool, den hatte ich bloß ausgelassen.


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