E-Mails stressfrei filtern
Tutorial: Googlemails Spam-Filter für alle E-Mail-Konten nutzen
Michael Knott
Damit ist der Kreislauf perfekt. GMail wird als Mailarchiv und Spam-Filter genutzt, ohne dass derjenige, mit dem man sich schreibt, etwas davon merkt. Mails werden augenscheinlich an die Netzwelt-Adresse geschickt und kommen auch von dort. Zudem lässt sich unter "Einstellungen" >> "Konten" "Von derselben Adresse aus antworten, an die die Nachricht gesendet wurde" auswählen. Googlemail setzt dann automatisch die Antwort-Adresse gleich der Adresse, an die die weitergeleitete E-Mail ursprünglich ging. Ging die Mail also an spam@netzwelt.de, antwortet GMail auch mit dieser Adresse. Ging die Mail an ein anderes, ebenfalls weitergeleitetes Postfach, zum Beispiel tutorials@netzwelt.de, antwortet GMail mit der Tutorials-Adresse.
Einfach, aber nicht perfekt
Einfach, oder? Auf diese Weise eignet sich GMail ganz hervorragend als zentrale E-Mail-Adresse, als Archiv und natürlich auch als Spam-Filter für sämtliche E-Mail-Adressen. Es gibt jedoch zwei Nachteile dieser Lösung: Zuerst einmal lässt sich diese Lösung nur mit dem Googlemail-Webmailer anwenden. Das hängt damit zusammen, dass bei E-Mail-Programmen feste Absender-Adressen definiert werden.
Zudem erkennen nicht wenige Spam-Filter, dass die Absender-Adresse "gefälscht" ist. Die E-Mail, die von der Netzwelt-Adresse kommt, ist in Wahrheit nur eine getarnte E-Mail von Googlemail, die über Googlemail-Mailserver gelaufen ist. Solche getarnten Mailadressen sind eine Spezialität von Spam- und Massenmails, weshalb viele Spam-Filter diesen Trick erkennen und zurecht Alarm schlagen.
Möglichkeit 2: Sicher Spam filtern mit drei Mailkonten
Die "einfache" Filterung über GMail ist also mit dem Risiko verbunden, dass die eigene Mail auf der Gegenseite im Spam-Filter hängen bleibt. Und nicht wenige E-Mail-Benutzer kennen zwar ihren Spam-Filter, benutzen ihn aber bestenfalls dafür, Nachrichten dort einzusortieren. Was automatisch im Spam-Ordner landet, kann nur schlecht sein, das jedenfalls glauben viele. Deshalb werden die Mails dort nur selten gesichtet und möglicherweise ungeprüft ins digitale Nirwana gepustet.
Was bei privater Korrespondenz noch erträglich wäre, kann bei wichtigen, geschäftlichen E-Mails unangenehme Folgen haben. Deshalb sollte hier zu einer sicheren Methode gegriffen werden, ohne auf den Googlemail-Spam-Filter verzichten zu müssen. Dazu bedarf es jedoch eines zweiten E-Mail-Kontos beim gleichen Anbieter wie die Haupt-Adresse, das die gleichen POP3- und SMTP-Server benutzt. Das dient der Erkennungssicherheit, die Mails sind nicht mehr "gefälscht" und damit auf der sicheren Seite.
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