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07.06.2006
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E-Mails stressfrei filtern

Tutorial: Googlemails Spam-Filter für alle E-Mail-Konten nutzen

Christian Rentrop

Googles E-Mail-Dienst Googlemail bietet viel: Der kostenlose Mail-Account hat mehrere Gigabyte Speicher und macht deshalb auch als Online-Festplatte eine gute Figur. Zudem verfügt Googlemail über einen extrem leistungsfähigen Spam-Filter. Dieser lässt sich auch mit beliebigen anderen E-Mail-Accounts nutzen. Außerdem eignet sich Googlemail perfekt als E-Mail-Archiv. Wie? Das erklärt das folgende Tutorial.

Googlemail besitzt einen mächtigen Spam-Filter: Dank der Integration der Google-Datenbank-Technik ist der Spam-Filter immer auf dem neuesten Stand, ohne vom Benutzer gepflegt werden zu müssen. Die Resultate sind beeindruckend: So wenig Spam wie auf einem typischen Googlemail-Account kommt auf keiner Freemail-Adresse an. Und wenn sich doch einmal unerwünschte Werbepost oder Phishing-Nachrichten durchmogeln, hilft ein schneller Klick auf "Spam melden", um die Mail loszuwerden und gleichzeitig in die Spam-Datenbank von Googlemail aufzunehmen.

Spam-Filter in Googlemail: Einfach, aber effizient

Tausende Nutzer filtern Spam, wodurch Millionen von Spam-Mails in der Google-Datenbank notiert sind. "Natürlich nutzen wir zusätzlich auch die gängigen Methoden der Spam-Filterung", so Stefan Keuchel, Sprecher von Google gegenüber der netzwelt. Bei der Mail-Filterung werden ähnliche Routinen wie bei der Google-Suche eingesetzt. Keuchel: "Googlemail scannt den Inhalt der Mails automatisch nach bekannten Spam-Eigenschaften." Massenmails werden genauso gefiltert wie Viagra und College-Abschlüsse, was hinzu kommt, ist die intelligente Vernetzung der Spam-Filter aller E-Mail-Konten, die bei einer Filterung auf dem Rechner fehlt. "Deshalb wird unser System mit jedem neuen Nutzer zuverlässiger", so Keuchel.

Dieser effiziente Spam-Schutz von Googlemail lässt sich auch für andere Mail-Accounts nutzen, um Spam und Viren auszusortieren. Hier hilft die Integration des Mail-Dienstes für externe E-Mail-Adressen. Drei einfache Schritte sind nötig, im Googlemail als eine Art automatische Spam-Firewall vor den eigentlichen Mail-Account zu schalten. Allerdings bedarf es bei dem anderen Anbieter einer Weiterleitungs-Funktion und, ganz wichtig, mindestens zweier E-Mail-Postfächer, dem alten und dem bei Googlemail.

Möglichkeit 1: Googlemail als Tarn-Adresse

Die Mailadressen im Beispiel lauten: spam@netzwelt.de als Haupt-Mailadresse, spamschutz@googlemail.com als Googlemail-Account. Die E-Mail-Adressen sind natürlich beliebig, wichtig ist nur, dass die Adresse des endgültigen Postfachs geheim bleibt. Von diesem Postfach aus sollen später auch E-Mails verschickt werden, ohne dass die Adresse publik wird, doch dazu später. Denn bevor E-Mails über Googlemail gefiltert werden können, müssen einige Vorbereitungen getroffen werden.

Schritt 1: Vorbereitung der Spam-Filterung

Googlemails Spam-Filter mag leistungsfähiger und treffsicherer als andere Spam-Filter sein. Das bedeutet jedoch nicht, dass er unfehlbar wäre. Um zu verhindern, dass Mails von Freunden und Bekannten wegen eines fehlerhaften Datenbank-Eintrages bei Google im Spam-Filter landen, sollte zuallererst das Adressbuch in Googlemail importiert werden.

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Vasilios, am 07.06.2006 15:39

Wer ein Programm zum Empfangen und Senden von E-Mails nutzt, der kann sich die ganze Sache noch einfacher machen.

Voraussetzungen

Wir nehmen auch wieder zwei Adressen spam@netzwelt.de, als öffentliche Adresse, und spamschutz@googlemail.com, als geheime Adresse.

Vorbereitung

1) Wir tragen beide Adressen in unserem E-Mail Programm ein (falls dies nicht zumindestens für spam@netzwelt.de schon geschehen ist).
2) Für die spam@netzwelt.de tragen wir eine Weiterleitung nach spamschutz@googlemail.com ein (Voraussetzung ist wie im Tutorial natürlich, dass dies möglich ist).
3) Jetzt stellen wir in unserem E-Mail Programm ein, dass beim Empfangen der E-Mails das Konto spam@netzwelt.de nicht berücksichtigt wird.
Dies müsste man nicht machen, da in diesem Postfach keine neuen E-Mails sind, es hat allerdings den Vorteil, dass keine Fehlermeldung kommt, wenn man den Zeitraum zwischen zwei Abgleichungen (z.B. bei web.de-Freemail 15 Minuten) unterschreitet und es wird Zeit und Traffic gespart.

Funktionsweise

Die E-Mails an spam@netzwelt.de werden zu spamschutz@googlemail.com weitergeleitet und von dort dann auf den PC geladen. Im E-Mail Programm werden sie so behandelt, als kämen sie direkt von netzwelt.de, also auch Sortierverfahren und die Antwort-Funktion funktionieren wunderbar.

Zum Senden der E-Mails benutzen wir allerdings den netzwelt.de-Server und nicht wie im Tutorial googlemail bzw. eine zweite E-Mail Adresse, d.h. beim Versenden von E-Mails bleibt im E-Mail Programm alles, wie vor der Veränderung.

So können wir den GMail-Spamfilter nutzen (und möglicherweise sogar jederzeit E-Mails empfangen) ohne unsere Gewohnheiten im E-Mail Programm zu ändern, da die Änderungen nur im Hintergrund laufen.


Ich hoffe das ist soweit alles klar und hilft einigen von euch.

Grüße

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Tweek, am 08.06.2006 09:36

Danke für die Ergänzung.

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