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Test: Sipgate UTStarcom F3000 - Das VoIP-WLAN-Handy für zu Hause
Christian Rentrop
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Für Großbildansicht auf ein Bild klicken.Sipgate wird in Kürze das UTStarcom F3000 auf den Markt bringen. Das F3000 sieht aus wie ein ganz normales Klapp-Handy, ist aber ein vollwertiges Voice-over-IP-Telefon für zu Hause, das das Festnetz-Telefon ersetzen soll. Alles, was man für seinen Betrieb benötigt, ist ein WLAN und ein SIP-Account. Wie das UTStarcom F3000 sich als Festnetz-Telefon eignet, zeigt der folgende Test.
Normalerweise bin ich sehr konservativ, was Kommunikation angeht. Das Internet kam mir erst 1998 ins Haus, ein Handy wurde erst im Jahr 2000 angeschafft. Nun also Voice over IP, eine Methode, um über das Internet zu telefonieren. Das schmucke UTStarcom F3000 soll nach einigen Ausflügen in den Welt des Audio-Chats mit Apples iChat, also AIM, meine erste "echte" Voice-over-IP-Erfahrung werden. Ich bin ein wenig skeptisch, denn Voice-over-IP war für mich bisher eher eine Randerscheinung bei den im Web verfügbaren Kommunikationsdiensten.
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UTStarcom F3000Schick, klein, hochwertig
Das schicke, kleine Gerät sieht aus wie ein Handy und wird bedient wie ein Handy, ist jedoch keines: Statt eines GSM-Empfangteils, wie bei Handys üblich, setzt das Gerät ausschließlich auf WLAN. Das hat den Vorteil, dass sich das Gerät überall dort, wo WLAN verfügbar ist, mit der Festnetz-Nummer nutzen lässt. Und das zu den günstigen Tarifen von Sipgate. Der Nachteil: Kabellose Netzwerke sind bei weitem nicht überall verfügbar und nicht selten kostet der Zugang zu ihnen, zum Beispiel in Cafés oder in der Bahn, Geld.
Doch beginnen wir erst einmal mit der Optik. Vom Aussehen her ist das UTStarcom F3000 ein stinknormales Klapphandy. Optisch ist es überaus konservativ, kein unnötiger Zierrat soll potenzielle Kunden vom Kauf abschrecken. Stattdessen setzt der Hersteller auf den Chic eines Audi A4: keine Experimente, dafür ein solides Auftreten. Genau wie im Armaturenbrett eines Audi A4 dominieren auch beim F3000 Schwarz, Silber und gebürstetes Alu. Letzteres ist, wie auch bei vielen Autos aus dem VW-Konzern, ebenfalls aus Plastik. Eine kleine, dicke Antenne mit verchromter Spitze ragt frech aus dem Gehäuse.
Hochauflösendes Farb-Display
Das Scharnier des Handys wirkt robust, wenn auch etwas wacklig, es klappt sauber auf, ohne Knirschen oder Widerstand, wie bei manchen günstigen Plastik-Handys. Überhaupt wirkt das F3000 hochwertig, wenn auch erst auf den zweiten Blick. Auf den ersten Blick wirkt die Kombination aus reinem Plastik und geringem Eigengewicht von 90 Gramm etwas billig. Diese Zweifel verpuffen jedoch, sobald man das Gerät aufgeklappt in der Hand hält: Die Tasten haben einen sauberen Druckpunkt und es gibt weder unsaubere Schnittkanten im Plastik noch besonders hohe Spaltmaße.
Besonders erfreulich ist das Display: Mit einer Auflösung von 128 x 160 Pixeln bei 65.000 Farben bietet das Display zwar nur Handy-Mittelklasse. Doch weil das Gerät anders als gängige GSM-Handys über keine Kamera und andere Multimedia-Spielereien verfügt, reicht die Auflösung völlig aus, um das Gerät zu bedienen. Das Display ist auffallend hell und lässt sich auch bei grellem Sonnenlicht problemlos ablesen - hier könnten sich andere Hersteller gerne einmal ein Scheibchen abschneiden!
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