Trotzdem kein iTunes-Store mehr?
Frankreich entschärft iPod-Klausel im Urheberrecht
Janko Röttgers
Frankreichs Senat hat am Mittwoch einen Urheberrechts-Entwurf entschärft, der für größere Kompatibilität zwischen Online-Musikplattformen sorgen soll. Die neue Version sieht ein Kontrollgremium vor, das die Herausgabe von Informationen über spezifische Kopierschutztechnologien überwachen soll. Apple ist dies jedoch nicht genug.
Der ursprünglich von der französischen Nationalversammlung verabschiedete Gesetzentwurf sah vor, dass Medienanbieter ihre Digital Rights Management-Technologien offenlegen müssen, um Konkurrenten den ungehinderten Zugriff auf die eigenen Plattformen zu erlauben. Apple hätte damit seinen Konkurrenten Informationen über seinen Fairplay-Kopierschutz zukommen lassen müssen. Damit wäre es beispielsweise Napster möglich gewesen, Titel des eigenen Angebots iPod-kompatibel zu machen.
Apple: "Staatlich geförderte Piraterie"
Die jetzt verabschiedeten Änderungen sehen vor, dass Apple in einem solchen Fall Lizenzgebühren von Napster verlangen könnte. Außerdem soll ein unabhängiges Kontrollgremium im Einzelfall entscheiden, wer in welchem Umfang Zugriff auf wessen Kopierschutz-Code bekommt.
Apple hatte die ursprüngliche Version des Gesetzes als "staatlich geförderte Piraterie" bezeichnet. Experten gehen davon aus, dass der Firma die jetzigen Einschränkungen nicht weit genug gehen. Als Reaktion darauf könnte Apple den französischen Ableger seines iTunes Music Stores schließen. Nationalversammlung und Senat müssen sich jedoch noch auf eine gemeinsame Fassung einigen, bevor das Gesetz endgültig in Kraft tritt.
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Zitat: "...dass der Firma die jetzigen Einschränkungen nicht weit genug gehen. Als Reaktion darauf könnte Apple den französischen Ableger seines iTunes Music Stores schließen."
Sollen sie den Laden ruhig dicht machen u. den Firmen mit einem kundenfreundlicheren Angebot den Markt überlassen. Ich halte das für eine leere Drohung.
Im übrigen bin ich der Meinung: Wasserzeichen o.k., aber DRM - NEIN!
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