Payola-Ermittlungen betreffen auch Universal
Bestechung: Universal wird zur Kasse gebeten
Christoph Scholl
Zwölf Millionen Dollar Strafe muss das Major-Label Universal nach einer Klage des Staates New York zahlen. Der Grund dafür: Universal soll Radio-Mitarbeiter bestochen haben, die Songs des Labels besonders oft in ihrem Programm zu spielen.
Laut dem Magazin Musikmarkt Online hat es sich beispielsweise das Universal-Sub-Label Motown knapp 300.000 US-Dollar kosten lassen, dass der Song "Dream" der Sängerin Lumidee besonders oft im Radio gespielt wird. Bei den Bestechungen der Radiomitarbeiter sei es dabei weniger zu direkten Bar-Zahlungen gekommen. Stattdessen habe das Label Kosten für Hotelübernachtungen, elektronische Geräte oder Sportevents übernommen.
Bereits im Oktober 2004 hatte der New Yorker Generalstaatsanwalt Eliot Spitzer die Ermittlungen wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das so genannte Payola-Gesetz aufgenommen. Im Fokus der Staatsanwaltschaft stand jedoch nicht nur das Universal-Label, sondern auch die anderen Majors, Sony-BMG, Warner Music Group sowie die EMI Group.
Sony-BMG und Warner bereits zu hohen Geldstrafen verdonnert
Das Payola-Gesetz verbietet die Bestechung von Radio-Stationen oder DJs, damit diese bestimmte Songs im Programm spielen. Es wurde vor 40 Jahren erlassen, nachdem einige Plattenfirmen Geld an mehrere bekannte US-Radio-DJs gezahlt hatten, um ihre Künstler ins Programm zu bringen. Nach diesem Gesetz ist es zwar nicht illegal, Geld für die Ausstrahlung eines Musikstückes im Radio anzunehmen, jedoch muss dies dann dem Publikum mitgeteilt werden. Darauf haben die Radiosender offensichtlich verzichtet.
Nachdem Sony-BMG bereits mit zehn Millionen und Warner Music mit fünf Millionen US-Dollar zur Kasse gebeten wurden, gesellt sich Universal mit einer weiteren Millionenstrafe hinzu. Lediglich die EMI Group wurde noch nicht zu einer Geldstrafe verdonnert. EMI war auch das erste Label, welches 2004 den Ermittlern bereitwillig alle Unterlagen zur Klärung des "Payola-Falles" bereitstellte. Die Ermittlungen dauern jedoch noch an...
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Ich weis zwar immer noch nicht so richtig wie das mit den Radiosendern in Deutschland funktioniert. Aber bei dem Mist den die immer wieder im Radio spielen, werden sie ganz offensichtlich bestochen. Und solange das so ist und wir in der Richtung regelrecht manipuliert werden kaufe ich garantiert keine CD und werde versuchen der Musikindustrie keinen Cent in den Rachen zu werfen.
naja, das darf man sicher nicht verallgemeinern. erstens gibt es auch gute radioprogramme, etwa webradio-sender, die nischenprogramme anbieten und zweitens gibt es sicher auch hervorragende labels, die so etwas nicht machen - allein schon weil sie kein geld haben.
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