Robuster MP3-Player der Schläge wegsteckt oder austeilt
Für Hobby-Polizisten: Creative Zen Sleek Photo im Test
Michael Knott
Hörtest: Sie haben ein Recht auf sauberen Klang
Genau wie der Zen Vision M, überzeugt auch der Zen Sleek mit einem sehr guten, harmonsichen Klang. Bis auf ein Programm zur Bass-Anhebung bietet er zwar keinerlei Effekte. Zum Augleich gibt es aber acht bereits voreingestellte Equalizer-Presets sowie einen frei definierbaren Equalizer. Der eigene Lieblingsklang ist so nur wenige Klicks entfernt.
An größeren, geschlossenen Studiokopfhörern neigt der Zen bei gehobener Lautstärke zum Übersteuern, einem Signalhorn nicht unähnlich.TatüüTataa. Sie wissen schon. Dem Normal-Hörer zerreist es auf diesem Level dann allerdings sowieso schon fast die Ohren.
Radio: Sie haben ein Recht auf Polizeifunk
Zugegeben - den offiziellen Polizeifunk können Wochenendordnungshüter nicht empfangen. Das Programm regulärer Sendeanstalten fängt der Zen aber wie mit einem Lasso ein. Guter Empfang, 32 Speicherplätze für die besten Sender der Region und ein automatischer Sendersuchlauf lassen kaum Wünsche übrig. Zumal ein Knopfdruck genügt, um das laufende Programm auf der Festplatte mitzuschneiden.
Mikrofon: Sie haben das Recht zu schweigen
Auf frischer Tat ertappt! Hoffentlich spricht der oder die Festgenomme laut und deutlich. Ansonsten kann es passieren, dass beim anschließenden Protokoll nur noch Hintergrundrauschen und das gelegentliche Surren der Festplatte hörbar sind. "Glück gehabt", wird der oder die Festgenommene denken. "Mist, falscher Player für mich", werden Sie sich denken. Die Qualität der Aufzeichnungen kann nicht beeinflusst werden. Als kleinen Akt der Versöhnung spendiert Creative dem Zen eine Pegelanzeige. Grüne und rote Balken die analog zur Geräuschkulisse lustig hinauf und hinunter wippen. Ist doch auch nicht schlecht.
Fazit: Alles, was Sie sagen, kann vor Gericht...
...gegen Sie verwendet werden. Zum Glück haben wir am Creative Zen Sleek Photo nicht allzu viel zu bemängeln. Hauptkritikpunkt ist das mäßige Display und der sehr umständliche USB-Anschluss. Ansonsten macht der Testkandidat seine Sache ordentlich. Guter Klang, robuste Hardware und eine unkomplizierte Bedienung sind seine Stärken. Kurz über die Schulter geschaut. Niemand da. Auf zum nächsten Einsatz.
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