Plattenfirma hat mit 16 Klagen zu kämpfen
Warner Music: Digital-Rekorde, Klagen und rote Zahlen
Janko Röttgers
Warner Music hat im ersten Quartal dieses Jahres rund 90 Millionen Dollar mit Downloads umgesetzt. iTunes & Co. sind damit für elf Prozent aller Warner-Umsätze verantwortlich. Doch die Digital-Verkäufe sorgen auch für zahlreiche juristische Auseinandersetzungen.
Warner Music gab am Freitag bekannt, im ersten Quartal 157 Prozent mehr Downloads als im Vojahreszeitraum verkauft zu haben. Im Vergleich zum vierten Quartal 2005 wuchs das digitale Geschäft immerhin noch um 30 Prozent. Doch die Download-Rekorde reichen nicht, um die Ausfälle aus dem CD-Verkauf auszugleichen. Warner Music lag im vergangenen Jahr mit sieben Millionen US-Dollar in den roten Zahlen.
Monopol-Vorwürfe gegen Warner
Die Auseinandersetzungen um Download-Preise sind zudem trotz einer Einigung mit Apple noch lange nicht beigelegt. Warner informierte seine Aktionäre jetzt über 14 Sammelklagen von Konsumenten, die der Plattenfirma Monopol-Vorwürfe machen. Die Klagen schlagen damit in die gleiche Kerbe wie Ermittlungen des US-Justizministeriums und des obersten Staatsanwalts von New York.
Im Zentrum dieser Ermittlungen steht der Vorwurf, dass die vier großen Plattenfirmen den Download-Markt über Preisabsprachen kontrollieren. Warner Music hat zudem mit zwei weiteren Klagen kleiner Plattenfirmen zu kämpfen, die dem Konzern eine Manipulation des Radiomarkts vorwerfen.
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