Jeder Song kostenlos fünfmal abspielbar
Kurztest: Napsters neuer Web-Dienst
Janko Röttgers
Napster hat Anfang Mai den Startschuss für sein neues Web-Angebot gegeben, das zwei Millionen Songs als kostenlose Streams verspricht. Wir haben das Angebot einmal genauer unter die Lupe genommen.
Kostenlose Musik war das schlagende Argument, das der Tauschbörse Napster in den Jahren 1999 bis 2001 Millionen von Nutzern einbrachte. Die unter dem gleichen Namen fungierende Abo-Plattform hat sich bisher vergeblich um ähnliche Erfolge bemüht. Kopiergeschützte Musik zum monatlichen Pauschalpreis: Mit dieser Idee hat man bisher nur ein paar hunderttausend Kunden für sich gewinnen können.
Napster besinnt sich deshalb jetzt zumindest in Sachen Preisgestaltung auf seine Wurzeln. US-Nutzer können ab sofort jeden Song des Napster-Katalogs bis zu fünfmal kostenlos streamen. Ein Download der Napster-Software ist dafür nicht nötig. Der Zugriff erfolgt direkt über die Napster-Website, die wie Rhapsody.com jetzt auch auf Online-Werbung setzt.
Wer unbegrenzten Zugriff will, muss dafür allerdings wie bisher zehn bis 15 US-Dollar pro Monat zahlen. In Europa soll das Angebot in naher Zukunft ebenfalls verfügbar sein, ein genauer Termin steht aber noch nicht fest.
Registrieren ... wenn's denn geht
Wer Zugriff auf die kostenlose Musik will, muss sich dafür zuerst bei Napster.com registrieren. Eine gültige E-Mail-Adresse in Kombination mit einer US-IP-Nummer reicht. Jedenfalls, wenn der Server erreichbar ist. Kurz nach Eröffnung des Angebots ist Napster.com offenbar so überlastet, dass unsere Test-Registrierung qualvoll langsam verstreichende 30 Minuten dauert. Auch danach geht's erst einmal nur mühsam weiter. Klicks auf einzelne Tracks oder Playlisten werden mit Fehlermeldungen und halbleeren Seiten belohnt.
Napsters neuer Web-Dienst
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