Ein Betriebssystem in der Hosentasche, das bootet - selbst gebastelt
Windows XP vom USB-Stick starten: Ein Theaterstück in drei Akten
Moritz Zielenkewitz
Wenn der USB-Stick in der Boot-Reihenfolge an erster Stelle steht, das bevorzugte Boot-Laufwerk ist und der USB-Boot aktiviert wurde, speichern Sie Ihre geänderten BIOS-Einstellungen mit "F10" und bestätigen per "Enter". Ein Wort der Warnung: Verändern Sie bitte keine anderen Parameter im BIOS - außer, Sie wissen, was Sie tun. Bei falschen Einstellungen kann Ihr Computer unter Umständen gar nicht mehr starten und eine aufwändige Wiederherstellung wird fällig.
Szene 2: Das "XP auf USB" zum ersten Mal starten
Haben Sie alles richtig gemacht, sollte nach einigen Sekunden des Hochfahrens die Anzeige "Verifying DMI Pool Data" länger als sonst erscheinen - falls Sie schon einmal darauf geachtet haben. Kurze Zeit später wird der Bildschirm schwarz und Sie können den Ladestatus der "ramdisk.sys" sehen. Jetzt werden die zum Start des USB-Windows erforderlichen Programme und Dateien in den Arbeitsspeicher geladen, der zur virtuellen Festplatte umfunktioniert worden ist. Keine Sorge: Das kann auch mal fünf Minuten dauern.
Danach lädt das System kurz BartPE und Windows wird gestartet. Wenn Sie noch mehr Geduld haben, können Sie jetzt die Netzwerkverbindung konfigurieren, ähnlich wie in der Systemsteuerung des normalen Windows XP. In ungefähr einer Minute ist auch das erledigt. Das mobile Windows XP, das Sie jetzt vor sich sehen, ist natürlich eine abgespeckte Version - ansonsten wäre sie auch größer als 150 MByte gewesen. Ihre Funktion ist aber auch System-Wiederherstellung und Analyse - Spiele und aufwändige Grafikbearbeitung sind nicht drin.
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