Ein Betriebssystem in der Hosentasche, das bootet - selbst gebastelt
Windows XP vom USB-Stick starten: Ein Theaterstück in drei Akten
Moritz Zielenkewitz
Grundlegende DOS-Befehle für Ihr "USB-XP"
Auf C:\ geben Sie jetzt den Namen der Datei ein, in unserem Fall "WindowsServer2003-KB889101-SP1-x86-DEU" (ohne die "") und setzen noch eine Leerzeile sowie "-x" (ebenfalls ohne "") dahinter. Die Versionsnummer des "Service Packs" kann sich mit der Zeit ändern, also gut aufpassen. Wenn Sie jetzt mit "Enter" bestätigen, wird das "Service Pack" entpackt, ohne den Installer zu starten. Wählen Sie am besten den "PE Builder"-Ordner für das Entpacken, dann landet alles wieder zentral. Schließen Sie die DOS-Kommandozeile und begeben sich per Explorer erneut in den "PE Builder"-Ordner - hier geht es jetzt nämlich rund.
Szene 3: Die Nadel im "Service Pack"-Heuhaufen finden
Im frisch enpackten "Service Pack"-Verzeichnis gibt es einen i386-Ordner. Dort suchen Sie nach den zwei Dateien "setupldr.bin" und "ramdisk.sys". Die "setupldr.bin" können Sie direkt finden, bei der zweiten Datei wird es komplizierter: In der i386 gibt es nämlich nur eine "ramdisk.sy_", eine komprimierte System-Datei von Windows. Kopieren Sie diese trotzdem zusammen mit der "setupldr.bin" in den "PE Builder"-Ordner. Um die "ramdisk.sy_" zu entpacken, müssen Sie sich ein zweites Mal in die DOS-Kommandozeile begeben.
Gehen Sie in Ihr "PE Builder"-Verzeichnis - der nächste Screenshot zeigt, wie - und tippen Sie dort folgenden Befehl ein: "expand -r ramdisk.sy_ C:\Programme\pebuilder319" (natürlich ohne die "", achten Sie auf die Leerzeichen). Unter Umständen haben Sie eine aktuellere Version des "PE Builders" oder einen anderen Installationspfad gewählt; dann müssen Sie das Zielverzeichnis dementsprechend anpassen. Über diesen Befehl wird die "ramdisk.sy_" entpackt und eine "ramdisk.sys" landet im "PE Builder"-Ordner. Jetzt legen Sie im "PE Builder" einen neuen Ordner an (Datei/Neu/Ordner) und nennen ihn "srsp1". Dort kopieren Sie sowohl die "ramdisk.sys" als auch die "setupdlr.bin" herein.
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