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23.04.2006
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Ein Betriebssystem in der Hosentasche, das bootet - selbst gebastelt

Windows XP vom USB-Stick starten: Ein Theaterstück in drei Akten

Moritz Zielenkewitz

Die Requisite ist ein ordentlicher Brocken: Das "Windows Service Pack 1 für Windows Server 2003" mit knackigen 330 Megabyte brauchen Sie auch noch. Zwar nur zwei klitzekleine Dateien daraus, aber die dürfen aus lizenzrechtlichen Gründen nicht gesondert heruntergeladen werden. Als DSL-Nutzer können Sie in der Zwischenzeit ja etwas Leckeres kochen, Modem-Besitzern bleibt wohl nur, das Service Pack als CD von Microsoft kostenlos anzufordern. Speichern Sie die Datei am besten direkt auf "C:\", um sie später schneller zu finden und weniger Arbeit zu haben. Die Links zu allen Programmen finden Sie in der Box am Ende des Artikels.

Was Sie natürlich auch brauchen, ist ein USB-Stick mit mindestens 256 - besser 512 - MByte RAM, etwa ein Gigabyte Festplattenspeicher inklusive der Downloads und eine Windows XP-CD - oder die kompletten Daten auf der Festplatte. Ob Home oder Professional, OEM oder Standalone, bleibt Ihre Wahl. Dazu kommt dann noch eine Portion Experimentierfreude, denn jedes System bietet die unterschiedlichsten Möglichkeiten, warum etwas anders oder überhaupt nicht funktionieren könnte.

Szene 2: Die Programm-Palette startklar machen

Zuerst installieren Sie den "PE Builder" in ein Verzeichnis Ihrer Wahl. Das ZIP-Archiv "pe2usb" entpacken Sie und kopieren die drei Dateien in den "PE Builder"-Ordner. Den heruntergeladenen USB-Formatierer "HP USB Disk Storage Format Tool" mit der kryptischen Bezeichnung "SP27213" installieren Sie ebenfalls in ein Verzeichnis Ihres Vertrauens und schnappen sich aus dem Installations-Ordner die Anwendung "HPUSBFW". Diese landet auch noch im "PE Builder"-Verzeichnis. Sie können den Formatierer zwar auch von jeder anderen Stelle aus starten, so haben Sie aber alles übersichtlich beisammen.

Jetzt ran an das "Service Pack": Für das Projekt "XP auf USB" brauchen Sie die Dateien "ramdisk.sys" und "setupldr.bin" - zusammen keine 400 kByte. Das "Service Pack" ist allerdings ein selbst-entpackendes Archiv, das normalerweise direkt mit einer Installations-Routine beginnt. Um das zu verhindern, gehen Sie folgendermaßen vor: Öffnen Sie eine DOS-Kommandozeile (entweder über Start/Alle Programme/Zubehör/Eingabeaufforderung oder Start/Ausführen/"cmd") und begeben Sie sich in das Verzeichnis, in dem das "Service Pack" liegt. Haben Sie vorausschauend C:\ gewählt, müssen Sie nur zweimal cd.. (change directory - eine Ebene höher) eingeben. Wenn Sie noch nicht unter DOS gearbeitet haben, hilft der nächste Screenshot weiter.

Wichtige DOS-Befehle

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