Den Codec-Fluch brechen
Endlich durchblicken: Wie es auch ohne Codec-Pack klappt
Michael Knott
Zwei DivX-Codecs ohne Konflikte
Zu den nötigsten Codecs gehören natürlich auch DivX und Xvid. Beide Formate können mit FFDShow abgespielt werden. Möglicherweise laufen aber Videos nicht, die mit den jeweils neuesten Versionen encodiert wurden. Weil sich aber DivX und Xvid im libavcodec befinden, können die neuesten Versionen der beiden Codecs zusätzlich installiert werden.
Denn bei FFDShow kann nachträglich eingestellt werden, ob bestimmte Filme mit libav oder dem in Windows installierten Codec abgespielt werden sollen. In Windows, unter "Start" >> "Programme" >> "ffdshow" >> "Video decoder configuration", finden sich diese Einstellungen unter "Codecs", dem ersten Listeneintrag.
Dort kann für jedes Videoformat per Klick auf einen Eintrag der Spalte "Decoder" entweder "libavcodec" oder "disabled" ausgewählt werden. Letztere Option unterbindet die Wiedergabe mit FFDShow. Wer also das Original-DivX nachinstalliert, ändert anschließend in FFDShow die erwähnte Option.
Zwei MP3-Codecs ohne Konflikte
Gleichermaßen kann mit Sound-Codecs verfahren werden. Wer sich einen guten MP3-Codec besorgt hat, will vielleicht damit seine MP3s abspielen lassen. Im Startmenü wählt man dann statt "Video decoder configuration" "Audio decoder configuration". Hier kann wieder unter "Codecs" für jedes Sound-Format ausgewählt werden, ob es mit einem Codec aus dem libav-Fundus oder dem Windows-Standard-Codec abgespielt wird.
Weil mit FFDShow der libavcodec abgeschlossen und von Windows getrennt benutzt wird, ist es die optimale Alternative für die herkömmlichen Codec-Packs. Es eignet sich also besonders für die Grundaustattung mit Codecs. Wer zusätzliche oder neuere benötigt, installiert sie nach und meldet sie gegebenenfalls in FFDShow an. Um auch schwierige und fehlerhafte Videos abzuspielen, sollte zusätzlich immer der VLC-Playerbenutzt werden.
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