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16.04.2006
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Der Geheimtip foobar2000 vs. Winamp, iTunes und Windows Media Player

Foobar gegen den Rest der Welt

Sascha Hottes

Wem die knapp 30 unterstützten Formate nicht ausreichen, kann sich über verschiedene Webseiten zum Thema noch zusätzliche Codecs herunterladen. Doch auch dort finden sich keine Video-Codecs: Foobar2000 bleibt ein reiner Audio-Player. Wer also eine All-In-One-Lösung als Media-Player möchte, ist bei iTunes, Windows Media Player und Winamp besser aufgehoben. Besonders Winamp zeigt sich hier sehr flexibel, da auch bei dem Nullsoft-Player von Haus aus zahlreiche Formate (inklusive Video) zur Verfügung stehen, welche zudem über Downloads erweiterbar sind.

Musik verwalten: Übersicht im eigenen Musikarchiv schaffen

Sind erst einmal hunderte oder gar tausende Musikdateien auf der Festplatte, verliert man schnell den Überblick. Moderne Media-Player helfen heute dabei, die Dateien auf der Festplatte zu ordnen, Playlisten anzulegen und Musik abhängig von Interpret, Musikstil oder anderen Kriterien zu finden. Anlegen und Verwalten von Playlists sind dabei mittlerweile zu Standard-Funktionen geworden, ohne die kein Media-Player mehr auskommt. So bieten sowohl der Windows Media Player als auch iTunes und Winamp die Möglichkeit, Playlists zu erstellen und entsprechend zu verwalten.

Foobar2000 bietet ebenfalls die Möglichkeit, über Playlists die eigene Musiksammlung zu organisieren. Dabei werden die erstellten Listen in Tabs dargestellt. Ähnlich dem Tabbed-Browsing in Firefox oder Opera gibt es in foobar2000 ein "Tabbed-Playlisting". Das schafft Übersicht und sorgt ganz nebenbei für eine einfache Bedienung.

Im Gegensatz zu iTunes und dem Windows Media Player, deren Fähigkeiten im Umgang mit Metadaten vergleichsweise bescheiden sind, kann foobar außergewöhnlich gut mit Metatags umgehen. Zahlreiche Formate können gelesen und geschrieben werden. Dabei bietet foobar2000 sogar wesentlich umfangreichere Funktionen als Winamp. User, die Wert auf vollständige und sauber gepflegte Metadaten legen, sind mit foobar also bestens bedient.

Zusätzliche Features: Was sonst noch?

Im Vergleich zu den anderen Playern sind bei foobar2000 einige Funktionen zu erwähnen, die eigentlich in allen Media-Playern zum Standard gehören sollten. Dazu gehört zum Beispiel das so genannte Replay-Gain. Mit der Replay-Gain-Funktion werden Musikdateien einer Playlist beim Abspielen automatisch in einer einheitlichen Lautstärke wiedergegeben.

Auch Gapless-Playback, welches zumindest bei MP3-Dateien mit bestimmten Voraussetzungen funktioniert, ist in foobar integriert. Beim Abspielen einer Playlist entstehen beim Titelwechsel oft kurze, aber hörbare Pausen, die besonders bei Live-Aufnahmen stören. Mit Gapless-Playback werden diese Pausen verhindert.


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