PMP mit eingebauter Digitalkamera
Im Test: Grundigs Portable Media Player MPixx VP 6200
Michael Knott
Windows erkennt den MPixx ohne Probleme als externes Laufwerk. Musik, Filme, Fotos und Daten wechseln mühelos, und vor allem ohne nervige Zwangs-Software, den Speicherort. Auf dem MPixx angekommen, werden alle Dateien alphabetisch gelistet. Sortierfunktionen, etwa nach Genre oder Interpret, bietet der PMP nicht. Auch auf einen übergreifenden Datei-Browser müssen Käufer verzichten. Dafür lassen sich jederzeit Lesezeichen setzen, einzelne Stücke als Favoriten abspeichern oder komplett von der Festplatte entfernen.
Bedienung
Die Bedienung erleichtern großflächige, farbige Symbole im Hauptmenü. Die Grundfunktionen sind innerhalb von Minuten erlernbar. Sonderfunktionen, wie etwa das Hinzufügen zu einer Favoritenliste oder das manuelle Löschen einzelner Titel, erfordern schon mehr als pure Intuition, da viele Tasten doppelt belegt sind. Ohne einen Blick in das nur als PDF-Dokument vorliegende Handbuch zu werfen, kommen auch Profis nicht immer weiter. Kryptische Display-Einblendungen wie "[Favorite] Index=00" beim Löschen von Einträgen aus der Favoriten-Liste helfen da auch nicht weiter. Der Fünf-Wege-Joystick ärgert des Öfteren durch eine flutschige Oberfläche. Oft rutscht man bei dem Versuch einen Menüeintrag rechts oder links auszuwählen mit dem Daumen ab.
Musik
Neben dem obligatorischen MP3-Format kann Grundigs PMP-Erstlingswerk noch Microsofts WMA-Dateien abspielen, was ihn nicht gerade zum Formate-Wunder macht. Die eingebauten Stereolautsprecher sind stets bemüht, reichen aber bauartbedingt nicht für die Zimmer-Disco. Für Hörspiele sind sie aber in jedem Fall ausreichend dimensioniert und mit genügend Kraft gesegnet. An großen, geschlossenen Kopfhörern fällt die geringe Maximal-Lautstärke unangenehm auf. Was bei den mitgelieferten Ohrsteckern nicht ganz so tragisch ist, vermiest an der Stereoanlage schon eher die Laune.
Das Thema Klang scheint der MPixx generell etwas stiefmütterlich anzugehen. Zwar leistet er sich im Klangbild keine gravierenden Patzer, kann andersherum aber auch nicht wirklich überzeugen. Zu dünn und blechern plätschert es im Ohr. Die voreingestellten Equalizer-Presets helfen hier nur bedingt weiter. Wer aber im frei definierbaren Equalizer über fünf Bänder selbst Hand anlegt, kann sich dennoch einen zufriedenstellenden Klang zurechtbasteln. Effekt-Programme wie SRS bietet der Player nicht.
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