Ultimatives Gadget der Generation Video
Der "echte" Videoplayer: Archos AV500 im Test
Michael Knott
Ein besonderes Feature, das in dieser Form derzeit nur die Modellpalette von Archos bietet, ist die programmierte Aufnahme. Innerhalb eines Monates können bis zu zwanzig Aufnahmen programmiert werden. Der Player schaltet sich zum vorgegebenen Zeitpunkt automatisch ein, wechselt über ein Infrarot-Signal zum Receiver auf den richtigen Sender, und zeichnet die Sendung auf. Nach der Aufnahme kann der Nutzer die Aufzeichnungen sogar rudimentär bearbeiten, etwa die Werbung herausschneiden.
Stimmenfänger: Das interne Mikrofon
Dank eines eingebauten Mikrofones merkt sich der AV500 das gesprochene Wort von Mitmenschen. Allerdings sollten sich diese nicht allzu weit vom Player entfernt befinden, da der Eingangspegel ansonsten zu niedrig anliegt. Die Qualität der Aufzeichnungen im WAV-Format sind eher durchschnittlich, für kurze Sprachnotizen aber ausreichend.
Fazit
Im Flugzeug, auf großer Fahrt im ICE von München nach Kiel oder kurz vor der Arbeit im Bus - der AV500 macht einfach Freude. Die Videofunktionen des robusten Players sind dabei alles andere als Spielerei, sondern echter Mehrwert. Klar dass Archos sich die ellenlange Liste an Funktionen standesgemäß vergüten lässt. Überrascht darf man daher nicht sein, wenn man die Preisliste des Herstellers genauer studiert.
Der von uns getestete AV500 mit einer 30 Gigabyte großen Festplatte schlägt mit circa 490 Euro ein großes Loch in die Haushaltskasse; die "große" Variante mit hundert Gigabyte großem Datenstauraum kostet etwa 100 Euro mehr. Ein Ersatz-Akku schlägt mit 70 Euro zu Buche. Interessantes Zubehör ist zudem die derzeit noch nicht erhältliche Mini-Kamera.
Trotz des vielen Lobes bleibt noch Raum für Verbesserungen. So ist ein Radio nicht serienmäßig integriert, sondern findet erst über die optionale Fernbedienung in den Archos-Player. Und auch ein Text-Viewer hätte dem AV nicht geschadet.
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