Geballte Ladung gegen Nvidia GeForce 7800 GTX
Ati Radeon X1800 XT und Crossfire im Test: Der Rivale
Benjamin Schnitzler
Dass Hauptkonkurrent Nvidia mit dem GeForce 7800 GTX so mächtig vorgelegt hat, konnte Ati natürlich nicht ohne weiteres auf sich sitzen lassen. Mit dem Radeon X1800 XT will sich die kanadische Grafikschmiede wieder einen vorderen Platz auf dem Leistungs-Olymp sichern. Neben hochgezüchteten Taktraten und dem Shader Model 3.0 bietet der High-End-Chip noch eine Option zum dreidimensionalen Doppeldecker. Im folgenden Testbericht heißt es deshalb nicht bloß Ati gegen Nvidia, sondern auch Crossfire gegen SLI.
Wie Nvidia entwickelt Ati eigene Mainboard-Chipsätze. Der derzeit einzige, der die Aufrüstung mit einer zweiten Grafikkarte unterstützt, ist der Xpress 200 Crossfire. Leider kämpft Ati wieder einmal, wie schon bei den High-End-Chips der vorherigen Generation, mit einer miesen Verfügbarkeit. In diesem Fall trifft sie die so genannten "Master-Karten", die für den simultanen Betrieb von zwei Grafikkarten via Crossfire nötig sind. Wir hatten das Glück, eine der begehrten Platinen zu ergattern und können Ihnen im folgenden Testbericht zeigen, was der Radeon X1800 XT im Alleingang und Doppelpack wirklich drauf hat.
Inhalt
Crossfire macht sich breit
Spieleleistung
Leistungsbewertung
Lautstärke, Energieverbrauch und Übertaktung
Radeon X1800 XT oder GeForce 7800 GTX?
Datentabelle
Msi RX1800XT-VT2D512E: Roter Renner
Bereits im ausgebauten Zustand strahlt Atis Radeon X1800 XT in Form der RX1800XT-VT2D512E von MSI Potenz aus. Zum einen verdankt sie es der enormen Länge von 23 Zentimetern, zum anderen der rasant-roten Optik, die sich von der Platine über den Lüfter bis hin zum eloxierten Alu-Kühler für die Spannungswandler erstreckt. Sie fällt zwar ebenso lang aus wie eine Grafikkarte mit dem Konkurrenz-Chip GeForce 7800 GTX, aber deutlich höher, wobei ein Erweiterungsteckplatz ungenutzt verloren geht. Dabei wird eine frappierende Ähnlichkeit zum Kühlerdesign des älteren Radeon X850 XT PE deutlich.
An inneren Werten bietet die MSI RX1800XT-VT2D512E einen Prozessortakt von 625 sowie einen Speichertakt von 1.500 Megahertz. Im Grunde genommen sind das die beiden einzigen Dinge, die sie von einer etwas langsameren Karte mit Radeon X1800 XL unterscheiden. Denn 16 Pixel-Pipelines, acht Vertex-Shader und eine Anbindung per PCI Express bietet der nächstlangsamere 3D-Chip ebenfalls. Auch Merkmale wie "Avivo" und Shader Model 3.0 beherrscht die XL-Variante.
Außer der Karte nebst Treibern gehört ein Software-Paket mit Colin McRae Rally 2005 sowie Cyberlinks StarDVD, StarCinema, Star2Go und StarProducer zum Lieferumfang. Weiterhin zum mitgelieferten Zubehör zählen das essentielle Stromkabel fürs PC-Netzteil, zwei analoge Adapter für die beiden Digitalausgänge, ein HDTV-fähiger und 4-in-1-Adapter für den Fernseher sowie AV-Kabel für Cinch und S-Video.
Viel Platz bleibt nicht mehr auf dem Mainboard, hier ein RD480 Neo2-FI von MSI, wenn gleich zwei schnelle Grafikkarten mit Atis Radeon X1800 XT eingebaut werden. Bei voller Bestückung bleibt nur ein PCI-Steckplatz einsam zurück. Der einfache PCI-Express-Slot zwischen den beide Grafikkarten lässt sich zwar auch noch nutzen, doch zurzeit sind die dafür passenden Erweiterungskarten noch spärlich gesäht. Hier kann Nvidias GeForce 7800 GTX mit der hauseigenen Kühlung bereits im Vorfeld punkten, da diese tatsächlich nur einen Steckplatz beansprucht. Für das Mainboard mit Ati-Technik spricht wiederum, dass es im Gegensatz zu den meisten aktuellen Nvidia-Platinen mit einer lautlosen Kühlung ohne Lüfter auskommt.
Ati Radeon X1800 XT und Crossfire im Test
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