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VoIP-Einstieg - Was Sie wissen müssen. Teil 2: Vorteile, Geräte und Anbieter
Lars Gurow
Ging es im ersten Teil um die VoIP-Grundlagen und den Preis, geht es jetzt ans Eingemachte: Vor- und Nachteile, nötige Geräte und die verschiedenen Anbieter.
Größter Vorteil: Der Telefonanschluss für unterwegs
Ein großer Vorteil von VoIP ist die "nomadische Nutzung": Sie können überall dort, wo Sie Zugriff auf einen Breitbandanschluss haben, zu den gleichen Konditionen telefonieren wie zu Hause. Das heißt: Selbst wenn Sie in den USA an einem Hotspot sitzen, kostet Sie ein Gespräch ins deutsche Festnetz den normalen Tarif ihres VoIP-Providers. Und außerdem sind sie auch unter ihrer VoIP-Nummer erreichbar, obwohl Sie in den USA sind. Und der Anrufer zahlt auch nur den Anruf auf die deutsche Nummer.
Ansonsten ist ein VoIP-Anschluss ein Telefonanschluss. Die meisten Anbieter legen noch einen Anrufbeantworter oder andere Extras drauf, große Unterschiede zum herkömmlichen Telefon gibt es nicht.
Das geht nicht: Notrufe und Faxe
Allerdings gibt es einige Dinge, die mit VoIP nicht gehen. Ein großes Problem ist beispielsweise der Polizei- und Feuerwehrnotruf. Nur vereinzelte Anbieter bieten eine Notruf-Funktion an. Wer aber VoIP nomadisch nutzt, hat nichts davon - dann kommt der Notruf in Berlin heraus, obwohl Sie vielleicht gerade in München sind. Ebenso problematisch sind Sonderrufnummern aus den 0180-, 0900- und 0700-Gassen. Die Möglichkeiten sind hier von Anbieter zu Anbieter sehr unterschiedlich, wie auch die Preise. Wenn Sie auf solche Nummern angewiesen sind oder sich die Option offen halten möchten, sollten Sie bei der Wahl des Anbieters darauf achten.
Problematisch ist auch das Versenden von Faxen. Da die Daten für den Faxversand in Töne umgewandelt werden, die VoIP-Komponenten nicht genau darstellen können, bieten die meisten Anbieter keinen Faxdienst an. Zur CeBIT will Sipgate jedoch einen solchen Dienst einführen. Für Faxe müssen Sie also weiter das alte Telefonnetz bemühen oder einen Webfax-Dienst verwenden.
Nicht überall gibt es Rufnummern
Einige Anbieter geben Ihnen keine neue Rufnummer. Eingehende Gespräche kommen weiterhin über das Festnetz, während ausgehende Gespräche über das Internet geführt werden. Dabei überträgt der Anbieter die Festnetznummer als Anschlusskennung. Dazu brauchen Sie allerdings einen Telefonadapter, der Internet-und Festnetz-Gespräche auf den gleichen Apparat routet. Ein solcher Dienst ersetzt das herkömmliche Telefon aber nicht, sondern ergänzt es nur.
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Naja, bei sipgate sind die Ortsnotfallnummern schon lange freigeschaltet.
Stimmt. Allerdings ist Sipgate so ziemlich der einzige Anbieter, bei dem das geht. Deshalb steht im Text auch "vereinzelte Anbieter".
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