Endlich ist die Alpha vom Open-Source iTunes-Klon erhältlich
Songbird: Erste Eindrücke vom freien Medienplayer
Sascha Hottes
Für Sicht- und Hörbares sorgen alte Bekannte
Wie schon angedeutet, haben sich die Entwickler beim Code des Firefox bedient, um die Darstellung von Webinhalten anzeigen zu können. Für das Abspielen der Mediadaten wurde der Code eines anderen Open-Source-Tools abgegriffen, der des Video Lan Clients, kurz VLC.
Bekannt wurde der VLC durch seine einzigartige Preview-Funktion. Das kleine Programm spielt alles ab. Sogar Bin-Dateien, die nur zu fünf Prozent heruntergeladen wurden. Die üblichen Formate spielt das Tool natürlich auch: MPEG, MPEG-2, MPEG-4, DivX, XviD, WMV, WMA, MP3, WAV, FLAC und Ogg Vorbis.
Die Idee hinter dem Vogel
Die Idee kommt von Apple - indirekt zumindest. Mit dessen iTunes können die privaten Mediadaten verwaltet werden. Gleichzeitig dient das Programm als Client für Apples gleichnamigen Online-Musikladen. An dieser Stelle kommt der Songbird ins Spiel. Er hat die praktischen iTunes-Features übernommen, aber die aufgezwungene Verbindung zum iTunes Music Store gekappt.
Und auch von Kopierschutztechnologien wie FairPlay oder WMA will man bei Songbird nichts hören. Der Player soll alles abspielen können und auf Kopierschutz-Streitereien der Musikdienste keine Rücksicht nehmen. In einer der nächsten Versionen soll er schon WMA mit DRM abspielen können. Wenn Apple seinen FairPlay-Kopierschutz freigeben sollte, dann wird Songbird das ebenfalls schnell lernen. Letzteres ist aber in den nächsten Wochen nicht zu erwarten.
Songbird
Für Großbildansicht auf ein Bild klicken.Mit dem Songbird kann jeder beliebige Online-Musikladen verwendet werden, eben nicht nur iTunes. Einige Anbieter sind auch schon in den Vogel integriert. Darunter eMusic, CDBaby und Amazon. Darüber hinaus listet die Software auch Angebote von Webradios oder kostenlose Anbieter auf. Die einzelnen Streams oder MP3s können dann direkt im Songbird abgespielt werden. Diese Services lassen sich bisher noch nicht austauschen, später soll jeder Nutzer selbst bestimmen, wie das Menü auszusehen hat.
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