Auf dem Weg zum Super-Router
AVM-Flaggschiff im Test: Die Fritz!Box Fon WLAN 7170
Sascha Hottes
Vorbei sind die Zeiten, in denen ein Multifunktionsrouter zugunsten von ISDN-, Festnetz- und Internet-Telefonie auf Teile der Netzwerk-Funktionen verzichten musste. Mit der aktuellen Fritz!Box besinnt sich der moderne Router wieder auf alte Werte - ohne dabei die neu gewonnenen Talente zu vernachlässigen.
Die Produktreihe der Fritz!Box Fon von AVM macht diese Entwicklung deutlich. Nutzer der ersten Fritz!Box Fon konnten höchstens zwei Computer direkt anschließen: den einen über LAN, den anderen über USB. Bald kamen auch Modelle mit Wireless-LAN hinzu, das kabelgestützte Netzwerk der Fon-Boxen erweiterte AVM jedoch erst im Frühjahr 2005 um einen weiteren LAN-Port. Mit der Fritz!Box Fon WLAN 7170 gibt es seit Janaur 2006 endlich ein Gerät, das sich dank vier LAN-Ports sowohl vollwertiger Router als auch vollwertige Telefonanlage nennen darf.
Was ist anders?
Wer die Fritz!Box-Reihe kennt, der weiß, dass von Modell zu Modell nur wenige Unterschiede zu finden sind. Äußerlich unterscheiden sich die Fritz!Boxen schon seit langem kaum - so ist der neuen 7170er Box auf den ersten Blick nur an der Rückseite anzusehen, dass es sich nicht um ein älteres Modell handelt. Auf den zweiten Blick bemerkt man jedoch, dass sich auch an der Front minimal etwas verändert hat: Die Status-Anzeige der Internetverbindung wurde wegrationalisiert und mit der Power-Leuchte zusammengelegt. Dafür zeigt die vierte Leuchtdiode jetzt den WLAN-Status an.
Die Rückseite hat AVM aufgeräumt: Die zwei Buchsen für (ISDN-)Telefonleitung und DSL wurden zusammengelegt und mit einem Y-Kabel versehen. Ebenso verhält es sich mit den Telefonanschlüssen 1-3, die ebenfalls nun in einer Buchse liegen. Möglich ist das, weil die bisher genutzten RJ-11-Buchsen nur zwei Metallpins hatten, die jetzt eingebaute RJ-12-Buchse hat sechs - je zwei davon versorgen ein analoges Telefon oder Fax-Gerät. Die mitgelieferte Weiche verfügt dagegen über drei Standard-TAE-Buchsen - so braucht sich kaum jemand Gedanken um das Steckerproblem zu machen.
Neue Netzwerk-Funktionen
Während der ISDN-S0-Bus unverändert allein geblieben ist, hat sich die Anzahl der LAN-Anschlüsse im Vergleich zur 7050er Box verdoppelt. Das Wireless-LAN lässt sich nun neben Konfigurationsmenü und Telefon auch über einen Taster ein- und ausschalten. AVM hat gut daran getan, den überflüssig gewordenen USB-Netzwerk-Anschluss wegzulassen. Dafür ist ein neuer USB-Zubehör-Anschluss hinzugekommen. Dieser erweitert das Funktionsspektrum der 7170er Box noch einmal, lässt aber trotzdem Raum für Kritik.
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Wer behauptet denn hier, dass man nur einen Massenspeicher an die Fritzbox anschliessen kann
hihihih
Die 7170 ist soweit oK. Was ich persönlich bemängele ist die Tatsache, das die Box leider nur FAT und FAT32 unterstützt. Klar gibt es auch andere Betriebssysteme wie Windows, die nicht vernachlässigt werden dürfen, aber hier wäre aus Sicherheitsgründen sicherlich nicht schlecht, wenn zusätzlich auch NTFS unterstützt wird, zumal die größte Zahl der heutigen PC´s mit Windows XP und NTFS aufgesetzt sind und es dem Anwender freigestellt werden sollte mit welchem Dateisystem er seinen externen Massenspeicher nutzen will. Und wer schon mal versucht hat eine HDD > 64 GB unter XP mit FAT/FAT32 zu formatieren, ist sicher schier verzweifelt, denn das geht nur mit einem Zusatztool. Diese Information findet man aber auch nur in den entsprechenden Foren, und wer nicht so firm ist, der hat dann echt gelitten. Ich fände es auch besser, wenn der Externe Massenspeicher nicht nur über das langsame USB 1.1 über FTP angesprochen werden könnte, sondern die Möglichkeit geschaffen wird, dieses als Netzlaufwerk einzubinden und das schnellere USB 2.0 zu nutzen. Was bedeutet denn in diesem Zusammenhang FTP? File Transfer Protokoll -also kein Direktzugriff auf die Dateien, sondern ein ständiges hoch und runterladen der geänderten Files. Beispiel, Ihr hab eine 500 MB grosse Tabellenkalkulation und wollt diese aktualisieren, dann per FTP auf den Client downloaden, ändern und wieder uploaden, das dauert ewig. Noch schlimmer wird es bei vielen Fotos. In unserem Urlaub haben wir ca. 300 geschossen, ein Foto ist im Schnitt 2,2 bis 2,6 MB groß. Und das dann auf den extenen Massenspiecher uploaden mit dem langsamen USB 1.1 - das macht dann auch keinen Spaß mehr. Als Datenserver ist es aus meiner Sicht nicht geeignet, nur als Datensicherung, die dann und wann mal gemacht werden sollte.
Ich hoffe, das AVM bei dem Nachfolger der 7170 das auch noch mit einbaut, dann wär ich rundum zufrieden.
Hallo,
Als Netzwerk-Storage-Lösung ist die Fritz!Box wohl noch nicht konzipiert. Wäre auch interessiert an so einer Box.
AVM hat erst kürzlich einen Service, genannt Fritz!Labor gestartet, wo man neue Firmware-Funktionen quasi im Beta-Stadium testen kann. Dort kann man auch eigene Vorschläge für neue Funktionen (wie die NTFS-Einbindung) abgeben. Auch davor hat AVM schon Vorschläge angenommen. (z.B. die Telefonsteuerung für den Wecker).
Meiner Auffassung nach hat AVM raus, wie man mit Kunden kommuniziert, um die Produkte zu verbessern bzw. den Kundenwünschen anzupassen.
Gruß Stealth
Hallo Stealth,
danke für den Tip, werde mich dort gleich mal umschauen.
Gruß Tester1
Sehr gute Geräte habe 2 davon einmal 7050 und eine 7170 und das aus gutem grund. Bei all den Testern ist es mir unverständlich warum noch niemandem ausser in einschlägigen Foren aufgefallen ist das die WLan geschwindigkeit auf 250 KByte abfällt wenn mann ein Gespräch per VOIP führt.Also bedeutet es um immer die vollen 54Mbit zu haben 2 Boxen eine zum Telefonieren und die andere für das WLan
naja, das mit dem ftp-protokoll ist jetzt nicht DAS problem. ihr könnt das ftp-verzeichnis zum beispiel mittels des kostenlosen programms novell netdrive als laufwerk in euer windows-system mappen und dieses anschließend wie ein herkömmliches systemlaufwerk nutzen.
was mich eher stört ist der fehlende ntfs-support, weil auch dateien größer als 4 gb auf der platte gespeichert sind und die langsame anbindung über usb 1.1
NTFS ist negativ da eben nicht von anderen Systemen benutzbar. Fat oder Fat32 sind da eindeutig die bessere Wahl fuer einen Anbieter da er damit gewaehrleisten kann das eben auch andere Benutzer diese Produkte verwenden koennen. Also eher ein dicker Pluspunkt!
Allgemein erfreut sich dieses Geraet ueber rasante Beliebtheit. Faszinierend wie viele Menschen die nach so kurzer Zeit schon einsetzen.
ähm, fat und fat32 haben gewisse restriktionen, die zum beispiel ntfs nicht hat. als vorteil sehe ich es deswegen nicht, wenn die 7170 NUR fat(32) unterstützt. es wäre eher ein dicker pluspunkt, wenn das gerät zusätzlich ntfs beherrschen würde.
die große verbreitung der box resultiert ja nicht unerheblich auch aus der tatsache, dass große provider wie 1&1 (gmx), freenet etc. dieses gerät mit ihren produkten "bundeln". nichtsdestotrotz ist die 7170 eine feine sache und ich habe viel freunde mit dem gerät. es funktioniert halt einfach alles wie es soll. was will man mehr?
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