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07.01.2006
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Wer flexibel bleiben will, sollte nicht unbedingt das Angebot des Providers annehmen

VoIP-Alternativen: Heute nicht vom DSL-Provider

Lars Gurow

Wer seine E-Mail-Adresse vom DSL-Provider hatte und dann gewechselt hat, kennt das Problem: Mit dem alten Provider ist auch die E-Mail-Adresse weg. Dasselbe droht auch bei VoIP, denn wer den DSL-Provider wechselt, verliert dabei auch oft seine Rufnummer. Zwar sind die Provider verpflichtet, die Nummern zu portieren, in der Praxis ist das aber oft ein Problem.

Wer in dieser Hinsicht also flexibel bleiben möchte, sollte sich einen VoIP-Provider suchen, der nichts mit dem DSL-Anbieter zu tun hat. Die unabhängigen Angebote sind in der Regel teurer als die Angebote für die DSL-Kunden - das ist der Preis der Freiheit. Interessant sind die unabhängigen Angebote für Kabel-Nutzer, die bei VoIP einsteigen wollen.

Nur ein Teil der DSL-Anbieter hat auch VoIP-Angebote für Nicht-DSL-Kunden. T-Online, 1&1, Strato und Tiscali haben keinen VoIP-Tarif für solche Interessenten. Allerdings unterscheiden sich die einzelnen Angebote der anderen Anbieter stark, vor allem bei den Rufnummern trennen sich Spreu und Weizen.

Bekannt als DSL-Provider

AOL, freenet, GMX und web.de haben VoIP im Angebot. AOL hält einen eher teuren Dienst bereit; Nicht-Kunden zahlen im Monat zwei Euro Grundgebühr. Je nach Tarif kommt noch eine weitere Grundgebühr oder ein Mindestumsatz dazu. Für insgesamt elf Euro gibt es eine Festnetz-Flatrate. AOL hat nach eigenen Angaben Rufnummern aus allen Ortsnetzen. Festnetz-Gespräche sind relativ teuer, dafür sind die Handygespräche sehr günstig. Außerdem wird das anfalllende Datenvolumen nicht berechnet.

Wer keine Hardware besitzt und ohnehin eine Telefon-Flatrate möchte, ist bei GMX richtig: Für zehn Euro pro Monat gibt es hier eine VoIP-Flatrate für das deutsche Festnetz, für 30 Euro bekommt man bei einer Mindestvertragslaufzeit einen VoIP-Adapter dazu. Wer den Adapter nicht braucht, kann auch einen Tarif ohne Flatrate und ohne Grundgebühr wählen. Auch bei GMX gibt es Rufnummern aus allen Ortsnetzen; Kunden bekommen bis zu vier davon. Gespräche ins Festnetz sind sehr günstig.

VoIP von den großen
Grundgebühr (Euro/Monat) Festnetz (Ct/min) Handy(Ct/min) Rufnummer Tarif-Alternativen
AOL Phone Fun 2,00 + 0,99 Mindestumsatz 1,5 20 ja, 1 Wochenend-Tarif, Flatrate
freenet iPhone Plus 2,90 inkl. 100 Freiminuten 1,00 22,9 ja, 1 Mehr Inklusivminuten
GMX 0,00 1,00 22,9 - 24,9 ja, 4 Flatrate
web.de 0,00 1,49 22,9 ja, 1 nein

Freenet hat zwei Tarife im Angebot, beide mit Grundgebühr. Allerdings enthalten beide Tarife Freiminuten, außerdem bietet freenet eine vergünstigten Telefonadapter an. Die Mindestvertragslaufzeit beträgt ein Jahr; Gespräche ins Festnetz sind sehr günstig. Freenet vergibt je Kunde eine Festnetznummer aus 256 Ortsnetzen.


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