Worauf Sie beim Kauf achten sollten
DVD-Festplattenrecorder: So schicken Sie VHS in den Ruhestand
Michael Knott
"VHS-Bänder stinken wie gammeliger Fisch!" Was Marketingstrategen vor dem nahenden Weihnachtsfest quer durch die Medienlandschaft gardinenpredigen, beschreibt dieser erste Satz doch viel anschaulicher. VHS rauscht, blitzt, knistert, kratzt. Wir alle sind uns einig. Die Zeit für eine Wachablösung ist gekommen.
Die Vorteile von Videorecordern, die auf Festplatte aufzeichnen und bei Bedarf Filme auch auf einem Silberling sichern, liegen offen auf der Hand. Nicht umsonst ergattern sie dieses Jahr auf den Wunschzetteln wohl häufig die Poleposition. Mittlerweile sind auch die Preise dieser Kombi-Geräte auf ein erträgliches Maß gesunken. Doch sollte man sich solch ein Gerät bereits jetzt schon zulegen?
Inhalt
- Fünf Gründe, den VHS-Recorder in den Ruhestand zu schicken
- Vier Gründe, dies besser (noch) nicht zu tun.
- Bedienung
- Formatfrage: Welche sollte der neue Recorder unterstützen?
- Passt überhaupt ein kompletter Spielfilm auf eine Scheibe?
- Anschlüsse
- Mit Wissen, Neugierde und Equipment unterm Arm zum Fachhändler
Fünf Gründe, den VHS-Recorder in den Ruhestand zu schicken
- VHS-Bänder werden mit zunehmendem Alter qualitativ immer schlechter.
- Im Zusammenspiel mit Surround-Receiver und Breitbild-Fernseher wirken VHS-Recorder so fehl am Platz wie Sherlock Holmes auf Alien-Jagd im Weltall.
- Beim Klang ist Stereo das höchste der Gefühle.
- Die Programmierung der Lieblingssendung dauert länger als der komplette Dreh der gesamten Staffel.
- VHS-Bänder und Autoreifen lassen sich etwa gleichermaßen gut archivieren.
Vier Gründe, dies besser (noch) nicht zu tun.
- Blu-Ray-Disc: Leider ist immer noch nicht klar, welches Medium die Nachfolge der DVD antreten wird. Zwei große Konsortien wetteifern derzeit noch um die Gunst von Industrie und Konsumenten. Neben dem Blu-Ray-Bund, der sich unter anderem aus Sony, Samsung, Panasonic und Philips zusammensetzt, versucht noch ein weiteres Konsortium einen DVD-Nachfolger durchzuboxen.
- HD-DVD: Die neuen Silberlinge speichern bis zu 30 Gigabyte und werden durch die Firmen Toshiba, Intel, Microsoft, NEC und IBM vetreten. Wann die ersten bezahlbaren Recorder auf den Markt kommen, ist ungewiss. Im schlimmsten Fall kauft man sich jetzt einen DVD-Festplatten-Recorder, welcher in einem Jahr technisch überholt ist. DVD-Rohlinge wird es aber mit Sicherheit noch etliche Jahre geben.
- Preis: Gerade zum Weihnachtsgeschäft sind die Preise zwar wieder ein Stück gefallen. Doch wie bei technischen Geräten üblich, gehen sie langfristig wohl noch weiter zurück.
- Leistung: Sobald sich ein Preisniveau am Markt etabliert hat, beginnen die Hersteller ihre Produkte durch größere Festplatten, bessere Schnittstellen und Zusatzfunktionen aufzuwerten. Folgt man aber diesem Prinzip, kommt man nie zu neuen technischen Geräten.
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Zitat:
Damit hat es gute Chancen, als neues Turbo-Medium der neuen Spezies von "Videophilen" akzeptiert zu werden. Wie die Schallplatte bei "Audiophilen" :-)
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