Video LAN Client - das Konvertierung-Genie
Tutorial: iPod-Videos schneller erstellen mit VLC
Michael Knott
Der iPod video ist eine feine Erfindung. Unterwegs schnell ein Video schauen? Kein Problem mit dem kleinen MP3-Player von Apple. Dummerweise hat Apple das Gerät so konzipiert, dass Videos besser eingekauft werden sollten, im iTunes Musicstore. Denn die Konvertierung heruntergeladener oder selbst aufgenommener Dateien mit Apples Quicktime dauert ewig. Abhilfe schafft der Video-Player VLC.
Inhaltsverzeichnis
- Mehr als nur ein Video-Player
- Der Codec des Ausgangsformats muss installiert sein
- Die richtige Dateigröße
- Einstellungen
- Auf das Seitenverhältnis achten
- Video-Tutorial
- Umkodierung per Hand
- Verkapseln und Kodieren
- Codec wählen
- Die Bitrate auswählen
- Dateiname und Zielformat
- Kodierung in Echtzeit
- VLC - das Konvertierungs-Genie
Mehr als nur ein Video-Player
VLC steht für "Video LAN Client". Das Open-Source-Tool, das normalerweise hauptsächlich als ultrakompatibler Video-Player eingesetzt wird, kann weit mehr als nur Videos abzuspielen. Denn VLC ist unter der Haube auch ein vollwertiger Video-Konverter, mit dem sich problemlos iPod-gerechte Videos aus nahezu jedem Dateiformat erstellen lassen. Da nimmt der kostenlose Player Apple Quicktime problemlos die Butter vom Brot.
Der Codec des Ausgangsformats muss installiert sein
Natürlich immer vorausgesetzt, VLC kommt mit dem Ausgangs-Format zurecht. Egal ob Windows Media, MPEG1, 2 oder 4, Quicktime oder DV: VLC spielt die gängigsten Video-Formate ohne größere Probleme. Einzig Real Media versteht der Player nicht, was aber nicht weiter tragisch ist, da dieses Format in letzter Zeit immer öfter von Quicktime und Windows Media abgelöst wird. Real Media wird meist nur noch für Live-Streams benutzt, meist finden sich auf Websites, die Real nutzen, aber auch die Stream-Formate der anderen Anbieter.
Die richtige Dateigröße
Um iPod-gerechte Videos mit VLC zu erstellen, bedarf es nur einiger kleiner Einstellungen. Dabei ist VLC wesentlich schneller als Apples Quicktime: Videos werden teilweise in Echtzeit und noch schneller umgewandelt. Im Vergleich zur Apple-Lösung ein riesiger Fortschritt, dauerte hier doch die Umwandlung selbst einfacher, kurzer Videos bereits Stunden.
Einstellungen
Der erste Schritt ist die Einstellung des Stream-Outputs. Dazu klickt man sich ins Einstellungs-Menü. Die Screenshots zeigen die Mac-Version von VLC, unter Windows findet sich das Einstellungs-Menü unter "Einstellungen". Dort sollte zuerst das Häkchen "Erweitert" gesetzt werden, damit die vollständigen Menüs angezeigt werden. Nun klickt man sich weiter nach Stream-Output >>> Sout Stream >>> Umkodieren. In diesem Fenster lassen sich Videobreite und -höhe setzen. Zwar unterstützt der iPod Videos bis zu 480 x 480 Pixeln, sinnvoller, weil weiter verbreitet, ist aber erst einmal das Standard-Format 320 x 240 Pixel. Also bei "Videobreite" 320 eintippen, bei "Videohöhe" 240. Ein Klick auf "Sichern" speichert die Einstellungen.
Auf das Seitenverhältnis achten
Die Video-Kodierfunktion von VLC ist nun scharf geschaltet. Videos werden auf Wunsch in die passende Größe gezwängt. Beachtet werden sollte, dass es sich bei 320 x 240 um ein 4:3-Format handelt. Die Ausgangsvideos sollten also, um Verzerrungen vorzubeugen, ebenfalls in diesem Format vorliegen. Da es sich aber um das normale Fernseh-Format handelt, dürften die meisten Dateien tatsächlich in 4:3 codiert sein. DVD-Rips und Co. werden von VLC in das richtige Seitenverhältnis umgerechnet.
Video-Tutorial
Im obigen Video-Tutorial wird der gleiche Vorgang gezeigt, der auch in diesem schriftlichen Tutorial beschrieben wird. Allerdings wird im Video-Tutorial der Streaming-Assistent verwendet, der die Konvertierung noch einfacher macht. Auf den folgenden Seiten erhalten Sie detaillierte Informationen über alle Einstellungen.
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hi, bin auch stolzer besitzer (eines mittlerweile schon recht zerkratzen) iPod Video 60GB. Bei meinen streifzügen durch web, auf der suche nach einer software die meine "urlaubsvideos" und dvds in ein iPod video format umwandelt, bin ich auf eine software namens "imToo iPod movie converter" gestoßen. Großer vorteil der software: es dauert etwa nur 1/3 der zeit, die das video hat, um sie ins ipod videoformat umzuwandeln. also ein Tip an die redaktion, testets mal aus
Auch der VLC ist nicht 100% zuverlässig. Manche *.mov-Dateien kann ich gar nicht erst abspielen, die in Quicktime jedoch problemlos abspielen kann.
Der zweite Knackpunkt wird dann sein, wenn ich meine umgewandelten Videos auf den iPod bringen möchte: Wird er sie nehmen?
Dennoch danke für den Tipp!
Hab was vergessen...
Wie sieht das mit den 16:9-Videos aus? Zur Zeit codiert er das zwangsweise in 4:3, ohne Balken, sodass das Video gequetscht aussieht.
Es gibt ja immer noch S.U.P.E.R, das ist ein Superkonvertierungsprogramm, damit habe ich schon Videos für den iPod codiert, ging echt schnell! Auf jeden Fall schneller als Echtzeit, viel schneller!
kann ich damit auch Videos konventieren, die danach auf dem u10 von iriver laufen?
Also sind die Formate da die gleichen (mp4)?
Habe bei Versiontracker nicht gefunden mit deiner Schreibweise (S.U.P.E.R).
Andere Programme beginnen oft mit Super..., aber konnte kein Konvertierungsprogramm finden.
Hast du dazu mal einen Link? Ist das Freeware?
http://super.free.free.fr/SUPERsetup.exe
oje... ist das ein Win-Programm?
grrrr
Hab einen Mac!
Zitat:
Da musst Du das richtige Seitenverhältnis einstellen. Dazu musst Du erst einmal herausfinden, wie das Seitenverhältnis ist. Bei 16:9 musst Du die Pixelbreite überlegen, die Du brauchst, zum Beispiel 480, das ist 16*30. Hat das Video dann die Breitbildauflösung, gibst Du bei der Höhe einfach 30*9 = 270 ein. Schon hat das Video das richtig Format.
Zitat:
Soweit ich weiß ist der iPod da wesentlich wählerischer als die anderen Player. MP4-Videos, die auf dem iPod laufen, sollten auch auf anderen Playern funktionieren.
Zitat:
Genau deshalb die VLC-Geschichte. VLC gibt es nämlich für ausnahmslos alle aktuell entwickelten Betriebssysteme, von Windows über Mac OS X und Linux bis hin zu BeOS. Die anderen Lösungen sind alle Betriebssystem-spezifisch.
"Dennoch ist der Player als Konverter wesentlich schneller als zum Beispiel Quicktime - vermutlich, weil Apple verhindern wollte, dass jedermann sich aufgenommene Serien und Filme halbindustriell auf den iPod zieht"
Entschuldigung, aber H.264 ist einfach weitaus aufwendiger und dauert darum auch wesentlich länger zum encoden. Noch dazu macht Quicktime automatisch Multipass (nicht nur 2-pass), wenn man "iPod 320x240" als Kodierungs-Methode verwendet.
Des weiteren vergesst ihr die möglichen Auflösungen von MPEG4 anzugeben. Der iPod kann dabei maximal 320.400 Pixel wiedergeben, wobei scheinbar immer nur Quadratisch, d.h. für 4:3 braucht man 552x414, für 16:9 braucht man 640x360, usw. Kann sich jeder selbst ausrechnen, mit der Formel:
bx * hx = 240.000
Wobei b die Breite und h die Höhe des Seitenverhältnisses ist. Also zB. so:
16 x * 9 x = 230.400
16*9 * x^2 = 230.400
x^2 = 1600
x = 40
Dann seht ihr:
16x40 (= 640) für die Breite und 9x40 (=360) für die Höhe.
Also bei mir hat bisher wirklich alles, was echtes MPEG4 ist, funktioniert. Leider kann ich das von meinem portablen DVD Player (der angeblich MPEG4 können soll) nicht behaupten, der spielt nämlich gar kein MPEG4 ab, obwohl das Logo inkl. "MPEG4 Playback" drauf sind.
(Mein Handy (Sony Ericsson) schaffts dafür, aber nur bis 176x134 oder so ähnlich.)
Das selbe gilt für diverse andere DVD Player. Ich finde diesen Betrug sollte man mal großflächig aufdecken. Denn DivX ist nicht MPEG4!
http://www.video-4-all.info/glossar/divx.html
Zitat:
"Um eine typische Verwechslung aufzuklären: DivX ist kein MPEG-4 im Sinne dieser Bedeutung. Es ist vielmehr ein kurioses Sammelsurium verschiedener Standards. "
Bisher ist mir noch kein MPEG4 untergekommen, welches die maximale Auflösung nicht überstieg, was auf dem iPod nicht abegspielt werden konnte. Euch etwa?
Wirklich empfindlich ist der iPod nur bei H.264, da kann er wirklich einiges nicht abspielen, ohne ersichtlichen Grund.
Ach ja, noch etwas: Der 3ivx Codec ist IMHO mit Abstand der beste MPEG4 Encoder (nach H.264 - was aber part 10 ist, und somit nicht im "normalen" MPEG4-Spektrum liegt), den ich kenne. Das Material wird WESENTLICH besser als zB. mit Apple's MPEG4 Encoder (dieser ist übrigens auch in Quicktime PRO dabei und macht Videos, die der iPod abspielen kann) oder allen anderen Encodern, die ich proboiert habe. (VLC war noch nicht dabei, werden mal sehen... erwarte mir aber nicht die Qualität von 3ivx)
PS: Natürlich ist der Quicktime MPEG4 Encoder auch um ein vielfaches schneller, als das H.264 preset... also der Satz mit der Aussage: Apple macht da absichtliche eine Bremse hinein, ist sowas von unsinnig...
Zitat:
Mag sein, aber im Rahmen des Tests habe ich beides ausprobiert. Die MPEG4-Codierung in QT war zwar schneller als die mit H.264, aber nicht so schnell wie z.B. VLC.
Quicktime ist mit MPEG4 als Encoding-Format auch ähnlich schnell wie VLC. Daneben kann man mit MPEG4 höhere Auflösungen verwenden, bei 16:9 zB. 640x360, bei 4:3 zB. 552x414 bei 2,35:1 nehme ich: 720x304
Daneben bekomme ich mit 3ivx Dual Pass bessere Ergebnisse.
Dann nimmt man VLC, wenn es denn schnell sein muss. Jedoch muss man auch dazu sagen, dass ein schnelles Encoding meist zu Lasten der Qualität geht.
Es gab zB. vor einiger Zeit noch den "alten" MPEG2-Exporter von Apple, dieser kam auf etwa Echtzeit auf einem 1 Ghz G4.
Der aktuelle Encoder schafft Echtzeit aber gerade mal auf einem Dual 1,25 G4 oder ähnlichem.
Dafür ist eben auch die Qualität wesentlich besser.
Man kann auch zB. MPEG Streamclip nehmen und Single-Pass H.264 Video für den iPod erzeugen. Das dauert nur etwa 2 mal so lange wie das Video, dafür ist die Qualität auch eher mangelhaft...
ich habe jetzt versucht diverse Videos umzuwandeln allerdings enthalten meine neuen dateien immer nur entweder den ton oder das video der ursprünglichen datei...
hat irgendjemand vieleicht eine idee woran das liegen könnte? :S
danke schon mal für eure antworten
Zitat:
Das mag sein, aber das kommt davon, ob man den Rechner einen oder mehrere Durchläufe rechnen lässt. Und natürlich auch von der Geschwindigkeit des Rechners.
Bei mir ging alles ganz glatt - bis ich den film auf den iPod laden wollte. Die Übertragung in das iTune-Fenster geht. Beim aktualisieren oder rüberziehen auf das Sympol kommt dann ein Fenster mit dem Link zu http://docs.info.apple.com/article.html?artnum=301461-de
Welcher nicht wirklich weiterhilft. Kann es sein, dass iTunes 6 dieses Manöver nicht mehr unterstützt?
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