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22.11.2005
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Multimedia-Player mit Software-Schwächen im Test

Cowon iAudio A2 im Test

Michael Knott

Nur leider konnte die TV-Aufzeichnung im Falle Cowon A2 in unserem Test nicht überzeugen. Häufig erhängte sich das Linux-System bereits kurz nach dem Druck auf die Aufnahme-Taste. Dann half nur ein gezielter Druck mit der Stecknadel auf den Reset-Knopf. Und selbst bei bestmöglicher Qualitätseinstellung für die Videoaufzeichnung (640 x 480 bei 1000 Kbit/s) flackerte und flimmerte das Bild zum Teil recht stark. Bei der Wiedergabe auf dem Fernsehbildschirm trübten zahlreiche Artefakte das Bild, der untere Rand wurde häufig beschnitten. Die Darstellung über das interne LCD des A2 machte da schon mehr Eindruck.

Die Anzeige bietet einen sehr großen Betrachtungswinkel von allen Seiten und stellt maximal 480 x 272 Pixel dar. So können auch zwei Menschen gleichzeitig einen längeren Film auf dem Player betrachten. Die internen Stereo-Lautsprecher sind allerdings schnell überfordert. Wer hier allzu sehr mit den Reglern spielt, ärgert sich über eine übersteuerte und krächzende Wiedergabe.

Bilder

Selbstverständlich zeigt der A2 auch Bilder an. Schnappschüsse, die als JPEG-, GIF- oder BMP-Datei vorliegen, kommen auf dem sehr hellen, gleichmäßig ausgeleuchteten Display sehr gut zur Geltung. Auf Wunsch stellt der Cowon-Player auch eine Diashow zusammen und spielt die Bilder in einer vorgegebenen Reihenfolge ab. Wer sich Bilder auf dem A2 anschaut, kann zwar gleichzeitig Radio hören, nicht aber Musikstücke von der Festplatte. Bei der Anzeige von Textdateien hingegen ist jede beliebige Hintergrundmusik abspielbar.

Dank einer USB-Host-Schnittstelle erschließt sich der Cowon-Player ein weiteres Einsatzgebiet. Aktuelle Digitalkameras können über eine Kabelverbindung die Schnappschüsse vom Strandurlaub auf die Festplatte des A2 übertragen. So spart man sich den Zukauf der recht teuren Speicherkarten. Auch lassen sich über diese Schnittstelle weitere Geräte, etwa externe Festplatten, mit dem A2 verbinden.

Cowon A2

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Texte

Texte lassen sich auf der 16:9-Anzeige recht gut lesen. Sofern das Textgut im TXT-Format vorliegt, steht der Lektüre auf dem Weg zur Arbeit nichts im Wege. Auch die deutschen Umlaute werden vom A2 nicht mit Buchstaben- und Satzzeichensalat quittiert. Für längere Schriftstücke wäre die Erstellung von Lesezeichen wünschenswert. Die Texte können nur komplett gelöscht, nicht aber editiert werden. Während der Textanzeige spielt das Testgerät sowohl MP3-Musik als auch Radio ab.

Radio und Line-In

Dass der A2 ein Radio an Bord hat, überrascht nicht. Besonders gut hat uns der Empfang gefallen, welcher auch ohne angeschlossene Kopfhörer ausreicht. Über die zwei Lautsprecher kann man so auf dem Balkon den neusten Nachrichten lauschen. Ein Tastendruck reicht aus, und das eben gehörte Lieblingsstück landet mit bis zu 192 Kbit/s auf der internen Festplatte. Auch Kassettendeck und CD-Player können dem A2 als externe Quelle über den Line-In-Eingang zuspielen. Auch hier beträgt die höchste Kompressionsstufe 192 Kbit/s.

Diktiergerät

Und auch den klassischen Diktiergeräten sagt der PMP aus dem Hause Cowon den Kampf an. Die kleine Öffnung am oberen Gehäuserand zeichnet auch weiter entfernte Gesprächspartner zuverlässig und ohne nennenswerte Störgeräusche auf. Auch hier ist bei 192 Kbit/s das Ende der Kompressions-Fahnenstange erreicht. Wer Speicherplatz sparen will oder muss, kann den Regler aber bis auf 64 Kbit/s runterschrauben. Leider bietet auch ein so reichhaltig ausgestatteter Player wie Cowons A2 keine Möglichkeit ein externes Mikrofon anzustöpseln.


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