Multimedia-Player mit Software-Schwächen im Test
Cowon iAudio A2 im Test
Michael Knott
Die einzelnen Lieder können dann einfach von links nach rechts verschoben werden. Trotz ausreichend großem Display werden Cover von Alben auf dem A2 nicht angezeigt. Stattdessen muss ein kleines CD-Symbol und ein großflächiger, grafisch hübsch aufbereiteter Equalizer über dieses Manko hinwegtrösten. Die graphische Darstellung des Frequenzganges funktioniert bei Wiedergabe von OGG-Vorbis-Stücken ebenso wenig wie die Effekte BBE und MPE. Höchstwahrscheinlich wird Cowon dieses Problem aber mit einer der nächsten Firmware-Updates in den Griff bekommen.
Hörtest
Fernab vom Hype um die tragbaren Videoplayer beruhigt es ungemein zu wissen, dass nicht alle Hersteller das Thema Audioqualität so stiefmütterlich behandeln, wie es bei dem ein oder anderen von uns getesteten PMP leider der Fall war. Der A2 ist dem X5 in Sachen Klang ebenbürtig und damit auf absolutem Top-Niveau. Er bietet dieselben Einstellungsmöglichkeiten und mit BBE, 3D-Sound und einer effizienten Bassanhebung die gleichen Effekte. Zahlreiche Möglichkeiten zum Klang-Feintuning dürften auch die anspruchvollsten Ohren zufriedenstellen.
Video
Trotzdem schreit der A2-Käufer selbstverständlich ebenso laut nach ordentlichen Videoqualitäten. Ein Blick auf die Spezifikationen lässt aufhorchen. Mit DivX, DivX-DRM, XviD und WMV unterstützt der A2 die wichtigsten Video-Formate bereits ohne lästiges und zeitraubendes Konvertieren. Leider plagt sich der A2 beim Abspielen von Videodateien mit unerfreulich vielen Fehlern herum.
Manche Filme, die mit dem PMP synchronisiert werden, will er partout nicht abspielen, und das, obwohl alle Voraussetzungen erfüllt sind. Wer die Streifen allerdings ans Laufen bekommt, freut sich über eine ruckelfreie und scharfe Darstellung auf dem sehr gut ausgeleuchteten Display. Während der Wiedergabe lassen sich grundlegende Einstellungen zum Seitenverhältnis, Kontrast und Helligkeit der Anzeige tätigen und sogar Screenshots erstellen und Untertitel bearbeiten. So viele Möglichkeiten bot bislang kaum ein Multimedia-Player. Wer will, kann die bewegten Bilder auch über das mitgelieferte Kabel auf einem Fernseher wiedergeben.
Hinter der gut schützenden Plastikabdeckung findet sich nicht nur ein Videoausgang, sondern auch ein Eingang zum Aufzeichnen des aktuellen TV-Programmes. Damit wildert Cowon ganz klar im Revier der Videomaschinen von Archos, die dieses Segment bislang fast ungestört abdeckten. Eigentlich ist die Tatsache, dass viele Hersteller noch immer einen weiten Bogen um dieses Thema machen, unverständlich, schließen sie damit doch eine nicht gerade kleine Käuferschaft solcher Player aus. Und ein sehr praktischer Zusatznutzen ist die Aufnahme der Lieblings-Serie über SCART vom Fernseher allemal.
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