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08.07.2007
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Video-Freeware: Schneiden, vertonen und konvertieren

Patrick Woods

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Wegen der Vielzahl der Formate und Codecs gibt es beinahe unendlich viele Kombinationen aus Container, Video- und Tonformat. Nicht jeder Player kommt mit all diesen Kombinationen zu recht. Was tun, wenn ein Video aus dem Internet partout nicht richtig laufen will? Es gibt verschiedene Möglichkeiten, seinen PC zu beinahe jedem denkbaren Video kompatibel zu machen:

Vielseitige Player

Eine einfache Lösung sind vielseitig begabte Player, die schon von Haus aus fast alle Medienformate abspielen. Zum einen wäre da der Klassiker, der VideoLan Client, kurz VLC. Das kleine Programm liefert alle benötigten Codecs bereits mit und erspart so die Installation eines Codec-Packs. VLC ist ein Open-Source-Player, der als Studentenprojekt der französischen "École Centrale Paris" gestartet wurde, die das Projekt auch heute noch leiten. Der Player ist schlank, schnell und ressourcenschonend. Leistungshungrige HD-Filme, die den Rechner mit schwerfälligen Playern wie dem Windows Media Player an seine Grenzen bringen, könnten so mit VLC noch flüssig laufen.



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VideoLan Client mit Apple-Skin

Obwohl die Abspielsoftware so schlank ist, lässt sie sich in den Einstellungen sehr vielseitig konfigurieren. So kann der Nutzer den Videorenderer auswählen, sich Statistiken zur Datenrate anzeigen lassen oder verschiedene Interlacer anwenden, um Kammeffekte durch den Zeilensprung zu verhindern. Der Clou von VLC: Es liest alles, was sich als Medienformat interpretieren lässt. Dies ist besonders praktisch, um noch nicht fertig heruntergeladene Downloads anzutesten.

Ein anderer, weniger bekannter Player: Der MPUI. Dieser basiert auf dem Open-Source-Player "MPlayer" aus dem Unix-Bereich. Wie VLC bringt auch dieser bereits alle notwendigen Codecs mit, sodass diese nicht extra installiert werden müssen. Im Kern ist MPlayer ein Kommandozeilenprogramm, jedoch gibt es für jedes Betriebssystem auch eine grafische Oberfläche. MPUI ist die Version für Windows mit integrierter Benutzeroberfläche. Wie VLC kann auch MPlayer unvollständige oder defekte Videos abspielen.

Codec-Packs

Wer lieber seinen Standardplayer für alle Videos verwenden möchte, kommt nicht um die Installation von Codecs herum. Denn von Haus aus liefert Windows längst nicht alle wichtigen Videokomponenten zum Abspielen mit. Da bieten sich die so genannten Codec-Packs mit. Diese beinhalten alle gebräuchlichen Filter und Codecs, um sämtliche Videos anzuzeigen. Doch Vorsicht, da die Packs systemweit installiert werden und sehr viele Codecs auf einmal enthalten, werden durch die Installation unter Umständen bestehende Plug-ins überschrieben oder gleich mehrere Komponenten für den gleichen Zweck installiert. Das kann zu Problemen führen. Grundsätzlich haben diese Codecs aber den Vorteil, dass sie systemweit zur Verfügung stehen und deshalb theoretisch jedes Videoprogramm darauf zugreifen könnte.



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Das K-Lite Codec Pack bringt jede Menge Tools mit.

Um keine Schäden anzurichten, sollte ein sorgsam zusammengestelltes Pack ausgewählt werden. Besonders praktisch: Mit Packs wie "Quicktime Alternative" oder "Real Alternative" kann man sich die Installation der verschiedenen Player für diese proprietären Formate sparen und diese Filme mit dem Standardplayer betrachten. Eine Übersicht über die gebräuchlichsten Varianten und deren Merkmale finden gibt es in unserem Codecpack-Berater.

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