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08.11.2005
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Mehr Umsatz durch niedrigere Preise

Musicload, iTunes und Co. viel zu teuer

Christoph Scholl

Wären kommerzielle Download-Plattformen, wie Musicload, iTunes oder AOL Music nicht so teuer, würden sie viel mehr umsetzen - zu diesem Schluss kommt zumindest eine Studie der technischen Universität Darmstadt.

Die repräsentative Studie stützt sich dabei auf eine Umfrage unter rund 2300 Endverbrauchern. Die Umfrageteilnehmer wurden unter anderem zu ihrem Download- und Kaufverhalten von Musik befragt, sowie zu ihrer Meinung zum Thema DRM (Digital Rights Management) und Klagewellen gegen Filesharer. Auch wollten die Wissenschaftler etwas über die Zahlungsbereitschaft für kommerzielle Download-Songs wissen.

Aktuelle Songs für weniger als 50 Cent

Das Ergebnis spricht für sich: Nur 4,6 Prozent der Befragten würde für den Download eines aktuellen Hits 1,00 Euro bis 1,49 Euro bezahlen - also den Preis, den die meisten Online-Anbieter pro Song verlangen. Zufrieden wären die meisten Umfrageteilnehmer (42,3 Prozent) hingegen mit einem Preis von 10 bis 49 Cent pro Musikdatei.

Ähnlich sieht es bei der Zahlungsbereitschaft für etwas ältere Titel aus. Über die Hälfte aller Befragten (Rund 51 Prozent) würden höchstens 49 Cent für ein älteres Musikstück ausgeben. Nur 12,3 Prozent der Umfrageteilnehmer würden bei Preisen von bis zu einem Euro den Download eines älteren Songs starten.

Anders sieht es da bei Raritäten aus, die man im Laden um die Ecke vielleicht nicht mehr so ohne weiteres bekommt: Hier würde immerhin mehr als ein Viertel der Befragten (25,6 Prozent) bei Preisen von über einem Euro zuschlagen und den Song herunterladen.


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Ich, am 08.11.2005 17:03

Nagut, der Preis der Songs ist schon ziemlich hoch, dafür, dass man die Musik noch nicht mal wirklich kaufen, also auch bei späteren Nichtgefallen nicht weiterverkaufen kann, wie es bei CDs der Fall wäre.

Mich stört aber vielmehr, dass die Musik qualitiv absoluten Scheiss-Klang hat!
Ich möchte keine Musik in dummen AAC in 128kb/s oder in WMA! Und dann noch DRM dazu? Nein danke!

Selbst wenn die es verschenken würden, hätte ich kein interresse!


MfG


Anonym, am 08.11.2005 17:17

das WMA und DRM scheiße sind ist keine Frage

allerdings solltest du nicht gegen AAC sagen
AAC gehört zum MPEG4-Containerformat und ist qualitativ besser als MP3


Ich, am 08.11.2005 18:16

"allerdings solltest du nicht gegen AAC sagen
AAC gehört zum MPEG4-Containerformat und ist qualitativ besser als MP3"

AAC ist meist besser als MP3 BEI GLEICHER BITRATE! Kein qualitatsbewusster Selberripper oder Sauger würde sich MP3 in 128kb/s rippen/saugen!
Und AAC/128kbs kommt keinesfalls nicht an die gängigen MP3-Bitraten von 192kb/s bzw VBR-Q2 ran!

Von daher kannste das genauso vergessen wie WMA!


AAC ist sowieso kaum für irgendwas geeignet, da es auschliesslich seine Stärken bei 128kb/s ausspielt. in dieser Bitrate dann aber meist zu gross für z.B. Streams und qualitativ zu schlecht für Musikarchivierung ist!

Also wer für so einen Scheiss auch noch Geld bezahlt, tut mir leid! ;)


Khor, am 08.11.2005 18:49

Abgesehen von der miesen Qualität (unter 192 läuft auch bei mir nichts) bestehe ich auf MP3s. Einfach, weil mp3s überall laufen. Vor allem auf spezieller MP3-Hardware wie meinem MP3-Player und ähnlichem. Außerdem ist MP3 "hardwarefreundlich" (geringerer Implementierungsaufwand = geringerer Stromverbrauch). Würd ich das kriegen, würde ich auch gerne einen Euro dafür springen lassen. Aber leider bekommt man nur R'n'B-Blödsinn und ähnliche Mainstream als MP3. Da stört mich dann nicht mal mehr die miese Bitrate.


GreasySpoon, am 08.11.2005 19:11

kein angst khor, auch für uns mp3-freunde wird es bald eine akzeptable antwort geben... :breitgri:


xxx, am 08.11.2005 20:29

mp3 und eine bitrate von mindestens 256kbs(kann ja auch selbstverständlich kein drm drauf sein) und ein preis von maximal 50cent pro song und ich würd mir auch mal den ein oder anderen song kaufen für meinen mp3 player
alles über 50cent wäre mir zu teuer, da höre ich doch lieder wie gehabt radio, auch wenn da die qualität nicht die beste ist
und die paar lieder für meinen mp3 player lad ich mir lieber umsonst ilegal runter, ich könnt sie natürlich auch legal über internet radio aufnehmen, aber macht ja doch keinen unterschied

aber ich bezweifle sehr stark das die musikindustrie jemals die preise senken wird
im gegenteil: sie hat apple ja schon angedroht die lizensgebühren für itunes zu erhöhen....


q, am 08.11.2005 21:39

Für mich ist es fragwürdig einige Labels überhaupt zu unterstützen.

Erst wenn dort eine gerechte Gewinnverteilung stattfinden sollte, würde ich
mal wieder ne CD von denen kaufen.


auch, am 10.11.2005 04:34

Die Musikqualität im Internet inklusive fehlender Booklets, keiner Information über das Label und die Aufnahme ist dermassen schwach, dass einigermassen Musikinteressierte noch nicht mal auf die Idee kommen dort zu kaufen.
Die CD ist bei weitem billiger. Es gibt ein Backup.


pixel, am 10.11.2005 12:13

Zitat:

Aktuelle Hits dürfen demnach nur rund 59 Cent kosten. Mit rund 60 Cent ähnlich günstig, die etwas älteren Hits.


ist das korrekt? ältere songs sind dann teurer als aktuelle. das ist wohl falsch oder?


pixel, am 10.11.2005 12:14

was meinst du damit, greasyspoon?


Gonzo, am 10.11.2005 14:17

Das ist korrekt. Das etwas seltsam anmutende Ergebnis hängt mit den niedrigeren Zahlungsbereitschaften für ältere Titel und der Umsatzmaximierung zusammen: Es würden zwar weniger ältere Songs verkauft werden, diese aber zu höheren Preisen. Insgesamt lässt sich nach dem hier beschriebenen mit einem älteren Titel weniger Umsatz erzielen, als mit einem aktuellen Titel (was ja auch in der Realität so ist...).
Allerdings würde das in der Praxis wahrscheinlich nicht so aussehen. Hier gibt es psychologische Preisgrenzen. D.h. man würde wahrscheinlich erheblich mehr Stücke für 59 Cent verkaufen als für 60 Cent und damit den "Verlust" von 1 Cent pro Titel mehr als ausgleichen. Daher wäre es Praxistauglicher, wenn sowohl ältere Titel, als auch aktuelle Hits den selben Preis hätten.


Gonzo, am 10.11.2005 14:22

Überlegungen zur Qualität sind in der Studie indirekt mit drin. Deine Ansicht, dass die Qualität (egal ob AAC oder MP3 oder...) zu niedrig ist und das DRM stört, wird sicherlich von vielen geteilt. Diese Leute, die Downloads grundsätzlich als unattraktiv ansehen, würden bei so einer Umfrage daher einen sehr niedrigen Preis angeben. Und das wird dann in der Preissetzung berücksichtigt (oder vielmehr: sollte von den Musikanbietern berücksichtigt werden).

Viele Grüße

Gonzo


Khor, am 10.11.2005 18:05

Ogg Vorbis hat leider das Problem, hardware-technisch sehr aufwendig zu sein. Hab mit dem Hersteller eines MP3-Chips zwecks OggVorbis E-Mails ausgetauscht, und die erzählten mir erstmal, welche Probleme OggVorbis bei der Synthese macht. Gerüchten zu Folge soll MPC bei höheren Bitraten besser als MP3 sein und auch noch weniger hardware-/stromhungrig sein. Allerdings kenn ich das Format nur vom Hörensagen.


GreasySpoon, am 10.11.2005 18:11

@pixel
werden wir sicher bald präsentieren... :color:


Bierbrauer, am 16.11.2005 17:13

Ich frage mich manchmal. wie ist's bei der Ptreisgestaltung bei Samplern? Da bekomme ich eine Doppel-CD mit zugegeben etwas älteren Titeln für regulär 16 Euro, da sind dann 38 Titel drauf, incl aller Gema-Gebühren und der ja nicht gerade Billigen Master-Erstellung zum CD-Pressen, dem Booklet, dem Jewelcase und den sauber bedruckten CDs Lade ich die gleichen Songs in schlechterer Qualität runter, soll ich dafür dan 22 Euro mehr bezahlen?
Wieso bitteschön verlangt die Gema die gleichen Gebühren für ein Produkt, welches wie Blei auf der Downloadfestplatte klebt wie für einen Topseller?

Könnte man nicht so eine art "Versteigerungs-System" einführen? Die neue Datei wird zu einem günstigen Startpreis reingestellt, sagen wir mal 60 cent. Wird sie nicht abgerufen wird sie langsam immer billiger und strebt gegen eine Preis-Untergrenze, die die technischen Fixkosten deckt. Die Gema-Gebühr müsste hierzu allerdings prozentual errechnet werden und nicht als Fixgebühr. Wird die Datei jedoch heruntergeladen verteuert das wiederum den Preis um einen bestimmten Prozentsatz, sodass bei durchschnittlicher Abrufquote der Preis stabil bleibt, bei überdurchschnittlicher Abruferzahl der Preis gegen eine Obergrenze strebt Auf diese art gibt es für gute Qualität mehr Geld und für schlechtere Qualität eben weniger


imranium@web.de, am 04.12.2005 12:41

Hallo liebes Forum!

Im Rahmen meiner Diplomarbeit "Preisbereitschaft beim Einkauf von Musik im Internet" habe ich eine kurze Umfrage vorbereitet. Sie dauert nur 3-4 Minuten!

Ich würde mich freuen, wenn Ihr Euch kurz die Zeit nehmen würdet. Um so mehr bei meiner Umfrage teilnehmen um so besser!

Ich danke Euch schon jetzt!!

http://www.unipark.de/uc/musicstores

Viele Grüße
Imranium


Ifish, am 07.12.2005 13:25

.. ich kaufe nur bei dem "bösen" russischen Anbieter meine Musik. Rein technisch gesehen ist sie anderen, deutschen Anbietern meilenweit vorraus:
- ich kann das Format und Bitrate auswählen
- der Download ist komfortabel
- der Preis ist megagünstig
- es ist jedenfalls nicht eindeutig illegal :-)

Schöne Grüße
Ifish


Tweek, am 07.12.2005 14:15

Zitat:

es ist jedenfalls nicht eindeutig illegal

Jedenfalls nach russischem Recht ;-)


Flockke13, am 17.01.2007 20:20

Also ich hab iTunes, da kann man von einer CD Lieder Importieren usw! Das ist voll cool, müsst ihr auch mal ausprobieren. :baeh:


Perhandy, am 30.01.2008 19:08

Hallo,

wenn man Musikdownloads per Handyguthaben bezahlt, kann man durch die diversen Sonderaktionen mit Gratis-Startguthaben einiges sparen.
Hier gibts eine Anleitung:
Tipps + Tricks zur Nutzung von Handyguthaben


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