Rekordsummen für virtuelle Grundstücke
Kolumne: Was kostet die (Online-)Welt?
Michael Dees
Stellen Sie sich vor, Sie sitzen in einer Bank. Ein gutgelaunter Angestellter verfolgt aufmerksam, dass Sie den Kauf einer Immobilie planen. Dafür bräuchte es einen Kredit - 100.000 oder so. Stellen Sie sich vor, wie Ihr Gegenüber wohlwollend mit dem Kopf nickt. Auf die Frage, wo sich dieses Objekt befindet, antworten Sie: "Im Cyberspace, Planet Calypso". Und jetzt stellen Sie sich vor, wie das Gesicht des Bankers daraufhin aussehen könnte - richtig, in etwa so!
Ob der amerikanische Filmemacher Jon Jacobs (Hey DJ), der jüngst ein virtuelles Anwesen samt Weltraumresort auf Calypso - Schauplatz des Online-Spiels "Project Entropia" - ersteigert hat, einen Kredit aufnehmen musste, bleibt dahingestellt. Fakt ist, dass für die besagte Liegenschaft 100.000 (reale) US-Dollar über den Tisch gegangen sind.
Schatzinsel als Schnäppchen
Obwohl der schwedische Betreiber MindArk keine monatliche Gebühren für die Nutzung seines Games erhebt, fallen für versierte User ständig Kosten für Werkzeuge, Gebrauchsgüter, Ausbildungen oder Unterkünfte an. Denn das ca. 300.000 registrierte Nutzer umfassende "Project Entropia" verwendet eine als PED (Project Entropia Dollar) bezeichnete Währung. Spieler können bzw. müssen echtes Geld in die Spielwährung tauschen und umgekehrt.
Waffen, um etwa Jagd auf Tiere zu machen, kosten freilich weniger als ein riesiger Unterhaltungskomplex oder eine Schatzinsel, für die ein anderer "Entropia"-Kunde voriges Jahr immerhin 26.500 Dollar hingeblättert hat. Dem damals 22-jährigen Australier David Storey bescherte der ungewöhnliche Deal einen Eintrag ins Guinessbuch der Rekorde. Nun wird er vom virtuellen Großgrundbesitzer Jon Jacobs abgelöst.
DJs im Abenteuerland
So aberwitzig das Geschäft mit virtuellem Grund erscheint: auf lange Sicht könnten sich derartige Investitionen durchaus lohnen. Keiner hofft das mehr als Jon Jacobs. Der frisch gebackene Besitzer einer virtuellen Raumstation ist zuversichtlich, dass mit dem Immobilienhandel im "Project Entropia"-Universum eine Menge Geld verdient werden kann. "Überall erkennen Gamer, dass sich unsere virtuellen Welten auf wirtschaftlicher Stufe mit der Realität messen können", so Jacobs, seinen Mitspielern besser bekannt als "Neverdie".
Das Weltraumresort, welches ebenso Teil seines kostspieligen Luftschlosses ist wie ein Apartmentkomplex und ein Amphitheater, will er nach seinem Charakternamen benennen. Im "Club Neverdie" werden Abenteurer ausspannen können, bekannte DJs sollen in den Amüsierbetrieben für Unterhaltung sorgen. Mit freiem Eintritt dürfte nicht zu rechnen sein.
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Sind denn alle verrückt geworden? :-/
Das glaube ich auch, oder wissen die nicht was sie mit ihrem Geld machen sollen?
Hätte ich das Geld würde ich mal Kräftig FXXXX lassen !!!!!!!!!!!!!!!!!!
Immer noch besser als dieser Cyber-Mist
naja, falls noch jemand eine garage für sein cyber-auto sucht, ich habe hier auf dem netzwelt-server noch ein paar stellplätze zu vermieten. :-) 30 euro im monat für normale cyber-autos, bei raumschiffen kostet es 60 euro im monat.
ich nehme auch virtuelle omas in pflege. angebote bitte an meine email.
@ GreasySpoon
Ist bei der Cyber-Garage die Pflege für's Auto inklusive? (z.B. regelmäßig putzen und sowas?)
edit: Wie teuer ist das mit der Oma? :schild:
Zitat:
Dann nehm' ich doch 'nen Raumschiff-Parkplatz, der ist ja viel günstiger, da passen immerhin meine ganzen Porsches, Lamborghini und Bentleys hin ;-)
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