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Webradio: Die MP3-Goldgrube
Tobias Röhrig
Die Webradio-Sorten
Die Streaming-Technologie von drei Programmen wird besonders häufig eingesetzt: Real-Media-Player (RM), Windows-Media-Player (WMP) und Winamp. Das heißt, mit diesen Programmen werden die Radiosender abgespielt. Leider können bei den ersten beiden Playern die Datenströme nicht abgegriffen werden. Es gibt auch keinen brauchbaren Ersatz für diese Software.
Denn das Format, in dem die Musik übertragen wird, ist ein gut geschütztes Geheimnis. Deshalb brauchen Aufnahmeprogramme, die Real- und WM-Streams unterstützen, immer den Programmkern der beiden Player. Sie müssen also zusätzlich installiert sein.
Für die Aufzeichnung gehen die Aufnahmeprogramme dann einen Umweg: Sie spielen das Radioprogramm ganz normal ab und nehmen einfach alle Geräusche auf, die die Soundkarte ausgibt. Um die Aufzeichnungen nicht zu stören, muss man deshalb alle Windows-Töne abschalten und darf nebenher kein Programm starten, das Geräusche von sich gibt.
Alles Müll außer Shoutcast
Da die einzelnen Musiktitel dann auch nicht getrennt werden und die Soundqualität bei RM- und WMP-Streams meist minderwertig ist, sollte nur nach Sendern mit Shoutcast-Stream gesucht werden. Das ist die Übertragungstechnik der Winamp-Entwickler.
Die ist nicht geheim, sondern im bekannten MP3-Format. Viele Programme können die Streams darum lesen. Außerdem müssen sich alle Radiosender auf der Shoutcast-Seite eintragen. Anders als bei RM- und WMP-Sendern gibt es damit ein zentrales Verzeichnis aller Sender weltweit. Aufnahmeprogramme können den Stream direkt auf die Festplatte schreiben.
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