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Musik vom Geizhals: Saturn-Downloaddienst im Test
Sascha Hottes
Vorbildlich hat Saturn die Hilfe gelöst: Hier werden Bilder auf der Webseite erklärt, Vorgänge beschrieben und Probleme gelöst. Für weitere Fragen steht eine Support-eMail-Adresse sowie eine Hotline zur Verfügung. Weitere redaktionelle Erläuterungen finden sich nicht auf der Seite. Keine Rezensionen von neuen Alben, Vorstellungen oder Hardware- bzw. Softwarehinweise. Da hat Saturn eindeutig ein wenig zu sehr gegeizt.
Fazit: Der Preis macht den Unterschied
Saturn hat es neben Medion, MediaMarkt, Magix und Freenet als fünfter 24/7-Shop in Deutschland natürlich schwer. Irgendwie muss man sich abheben von den Kollegen, die nicht nur die gleichen Inhalte sondern auch die gleiche technische Plattform nutzen. Viele Möglichkeiten gibt es nicht. Saturn hat sich für den Preis entschieden und bietet Einzelsongs und Alben auf iTunes-Niveau für 99 Cent bzw. 9,99 Euro an. Damit ist der Elektronik-Händler günstiger als die direkte Plattform-Konkurrenz und nutzt die in den Kunden-Köpfen eingebrannten Preise von iTunes als einheitliche Struktur.
Saturn Musikdienst
Saturn MusikdienstNetzwelt hat beim ersten Test des Downloadshops eine Verbindung zum klassischen Saturn-Geschäft vermisst. Etwa redaktionelle Beiträge zu MP3-Playern oder zumindest eine Auflistung kompatibler Modelle, wie sie Musicload bietet. So findet sich lediglich ein zaghafter Hinweis "MP3-Player des Monats" auf der Startseite, der - nicht verlinkt - keine Aussagekraft hat.
Das Angebot mit MP3- und WMA-Dateien zu bestücken ist 24/7-Konzept. Andere Anbieter, etwa Musicload, meiden eine Vermischung der beiden Formate, um die eigenen Kunden nicht mit Kompatibilitätsproblemen zu belasten. Inwiefern sich die Taktik vom Plattform-Betreiber 24/7 durchsetzen wird, zeigt sich in den nächsten Monaten, wenn abzusehen ist, ob die vier deutschen Partner an Boden gegenüber den drei Marktriesen Musicload, iTunes und AOL gewinnen konnten. In jedem Fall wäre hierfür mehr Aufklärungsarbeit auf dem Portal der Anbieter nötig, etwa Anleitungen zur Konvertierung von Songs, zum CD-Brennen oder zur Fütterung von MP3-Playern. Saturn sieht die Aufklärung mit der eigenen Hilfe als ausreichend an. "Beides sind übliche und den Usern gemeinhin bekannte Formate, die außerdem auf unserer Seite unter "Hilfe" detailliert erklärt werden," so Kathrin Riege gegenüber netzwelt.
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