ISO 100, ISO 200 - was ist das überhaupt?
Digitalkamera-Technik: Die Lichtempfindlichkeit
Tobias Heinze
In den Einstellungen einer Digitalkamera findet sich eine Vielzahl von Menüpunkten. Einer davon gibt dem Fotografen die Möglichkeit im manuellen Modus der Kamera die Lichtempfindlichkeit des Sensors zu bestimmen. Wozu das gut ist, wie Bildrauschen entsteht und warum es sinnvoll ist, den richtigen Umgang mit den "ISO's" zu lernen, lesen Sie hier.
Wissen Sie noch, wie es früher war? Fotografie vor der Zeit der Digitalkameras? Vor jedem Urlaub dasselbe: Vier Farbfilme à 36 Bilder, aber welche ISO muss der Film haben? 400 für Sonnenschein und 100 für Wolken oder doch andersherum? Bei der Digitalkamera geschieht die Wahl der passenden Empfindlichkeit zum Glück automatisch. Die Bedienung ist denkbar einfach geworden und wichtige Einstellungsentscheidungen trifft die Kamera im Hintergrund, ohne dass der Nutzer dies merkt.
Was ist ISO eigentlich?
ISO steht für International Organisation for Standardisation und ist eine internationale Norm. In der Fotografie wird die Lichtempfindlichkeit des Aufnahmemediums (Film oder Sensor) mit einem ISO-Wert angegeben. Gängig sind ISO-Werte von 50 bis 1600, wobei ein kleiner Wert für geringe Lichtempfindlichkeit ein großer Wert für höhere Lichtempfindlichkeit steht. Von ISO 50 verdoppelt sich die Lichtempfindlichkeit jeweils von einer zur nächsten Belichtungsstufe: ISO 100 ist doppelt so lichtempfindlich wie ISO 50 und ISO 200 doppelt so empfindlich wie ISO 100. Es folgen noch ISO 400, ISO 800 und ISO 1600.
Die Erhöhung der ISO um eine Belichtungsstufe, zum Beispiel von ISO 400 auf ISO 800, hat den gleichen Effekt wie wenn der Fotograf um eine Belichtungsstufe länger belichtet, beispielsweise die Verschlusszeit von 1/125 Sekunde auf 1/60 Sekunde verlängert. Das Aufnahmemedium kann bei höherer ISO in kürzerer Zeit die gleiche Menge Licht aufnehmen. So kann der Fotograf mit einem hohen ISO-Wert eine kürzere Verschlusszeit als mit einem niedrigen ISO-Wert realisieren.
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War das nicht schon mal da?
Zitat:
Digitalkamera-Technik: Die Lichtempfindlichkeit
ISO-Wert und was er bedeutet
Aus der Rubrik: Digitalkamera
Mittwoch, 31. August 2005
von Christian Rentrop
Naja zumindest fast :-)
Grüße Grunzer
PS:
Aber bei der Gelegenheit möchte ich mich für die gesamte Digitalkameraserie bedanken!!
Das meiste wußte ich zwar schon, aber ich habe schon lange nach Formulierungen gesucht, um mit wenigen einfachen Worten bestimmte Funktionen erklären zu können!
Hi,
ja du hast Recht, das gab es schonmal. Das gesamte Hintergrundwissen wurde aber überarbeitet und vervollständigt. Auf dieser Basis bauen wir den Bereich Foto nun aus und bieten umfangreiche Tutorials zur Fotografie und Bildbearbeitung an. Also immer mal wieder vorbeischaun, es wird sich lohnen...
Beste Grüße und Danke für das Lob... :winker:
eos
Optimal!!
hier noch ein Tip, wenn man das Verwackeln vermeiden möchte: einige Kameras bieten die Möglichkeit, bewusst über- bzw. unterzubelichten. Bei Innenaufnahmen ohne Blitz stelle ich die Kamera auf unterbelichten (-3 EV = 1 Blendenwert oder halbe Verschlusszeit), dann verwackelt es nicht ganz so stark. Möglichst noch irgendwo abstützen. Hinterher kann man mit einem Bildverarbeitungsprogramm das etwas dunklere Bild wieder auf heller korrigieren. Ich habe es selber im Kölner Dom versucht und bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. :) Rainer
Hallo Rainer,
auf die Bildkorrektur per Tonwertkorrektur wird ein zukünftiger Artikel eingehen. Das wäre zum Beispiel eine Möglichkeit, das Bild im Nachhinein aufzuhellen.
Danke für deinen Tipp, das ist eine gute Idee die Belichtungskorrektur einzusetzen.
Viele Grüße
eos
Man sollte es aber nur bei Digitalaufnahmen machen. Bei Aufnahmen mit Film besteht immer die Möglichkeit, daß beim Unterbelichten die Schatten "absaufen", d.h. die dunklen Bildpartien verlieren ihre Details und verschwimmen zu einer dunkelgrauen bis schwarzen Masse. Wenn man es dennoch probieren will - erst ein paar Probeaufnahmen machen, bevor man wichtige Motive ablichtet!
Meiner Meinung nach besser ist die Verwendung eines "Ministativs". Das Ding paßt in jede Hosentasche und kostet unter 10€. Man kann es überall aufstellen und hat damit sofort verwacklungsfreie Bilder.
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