Musikvideos auf zahlreichen Internetseiten abrufbar
Musikvideos im Netz: Kostenlos und vielfältig
Dominik Schöneberg
Online-Sender: Musikvideos rund um die Uhr per Stream
Statt selber auf die Suche nach Clips zu gehen, können Internetnutzer auch einige Musiksender per Videostream empfangen. Auf Deluxe Music beispielsweis laufen ausschließlich Musikvideos. Der Schwerpunkt des Clip-Programms liegt dabei vor allem auf leicht verdaulichem Pop zum Beispiel von George Michael, Luther Vandross oder Abba. Wie die Auswahl der Künstler schon erahnen lässt, spielt der Sender vor allem ältere Clips - auf aktuelle Hits aus den Charts müssen die Zuschauer verzichten.
Auch die Lieder, die bei Tunespoon gespielt werden, finden sich nur selten auf den vorderen Plätzen der Hitlisten. Der reine Online-Sender setzt ausschließlich auf Alternative- und Independent-Musik. Das Rund-um-die-Uhr-Programm besteht aus mehreren thematisch unterschiedlichen Sendungen, in denen ausschließlich Musikclips ohne Werbeunterbrechungen laufen.
Telemusicvision: Mit dem Democracy-Player können Internetnutzer Musikvideos in TV-Qualität herunterladen und anschauen (Klick vergrößert).
Gleich drei Videokanäle unter den Titeln "Electronica", "Hip Hop" und "Global Mix" überträgt Sputnik7. Neben den Streaming-Sendern finden Internetnutzer auf der Seite auch ein Video-on-demand-Archiv, in dem sie vorwiegend Videos von Independent-Künstlern abrufen können - Vergleichsweise bekannte Vertreter sind beispielsweise Peaches, Gomez oder Death Cab for Cutie.
Telemusicvision: Download statt Streaming
Ebenfalls nur Künstler ohne Major-Vertrag gibt es bei Telemusicvision zu sehen. Während alle bisher genannten Dienste Musikvideos nur als Stream anbieten, können Internetnutzer bei diesem Dienst die Clips auf ihrer Festplatte abspeichern. Mit dem Democracy-Player lässt sich Telemusicvision wie ein Video-Podcast abonnieren - neu veröffentlichte Videos werden dann automatisch heruntergeladen. Die Qualität der Dateien liegt auf TV-Niveau - kein Vergleich zu den kleinformatigen Streaming-Videos der Konkurrenz.
Wer alle verfügbaren Quellen anzapft, kann so gut wie jeden Clip im Netz finden. Ob es auch künftig noch alle Musikvideos kostenlos im Netz geben wird, bleibt abzuwarten. Derzeit nutzen die Major- und Independent-Labels diese vor allem als Werbung, die den Tonträgerverkauf ankurbeln soll. Künftig könnten die Unternehmen versuchen, mit den Clips auch Geld zu verdienen. iTunes macht es vor: Der Musikdienst verkauft Musikvideos zu Preisen von 2,49 Euro pro Download.
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