Der große Test der DVD-Verleiher geht weiter
Online-Videotheken: Am Anfang war Netleih
Alexandra Sorge
Eine Idee wird Wirklichkeit – DVDs leihen ohne sich vorher mit Parkplatz-Suche, zu wenig Kleingeld und Warteschlangen herum zu schlagen. Der Pionier im Geschäft ist Netleih. Ende 2002 startet das Internet-Portal seinen Service – und die wohl erste Online-Videothek Deutschlands. Netzwelt stellt den DVD-Verleiher vor.
Rund 90.000 Kunden haben sich laut Tim Sydekum aus der Marketing-Abteilung von Netleih, bisher bei dem DVD-Verleiher angemeldet. Dazu gehören aktive und passive Nutzer. Letztere haben zwar einen Account, setzen aber das Abo aus. Diese Möglichkeit beseht bei Netleih. So können Kunden, die beispielsweise im Urlaub sind und ihr Abo nicht nutzen, Geld sparen. Diese Option lässt sich laut Sydekum aber nur über die Hotline einrichten.
Das Prozedere bei Netleih: Anmelden und Film-Wunschliste anlegen – sobald die erste monatliche Rate abgebucht ist, geht ein DVD-Paket raus zum Kunden. "Die Wunschliste muss mehr als sechs Filme beinhalten, damit der Versand gesichert ist", sagt Sydekum. Ist ein ausgesuchter Titel vergriffen, sind so Ausweichmöglichkeiten gegeben – sonst gibt's keinen Nachschub. Also besser ein paar Titel mehr, als zu wenige angeben.
Modelle mit monatlicher DVD-Grenze
Bei Netleih gibt es vier verschiedene Abo-Varianten: Mini, Fun, Smart, Power. Bei den ersten drei Abo-Versionen bekommt der Kunde immer zwei DVDs nach Hause, die nach dem Ansehen gegen zwei neue DVDs tauschbar sind. Zudem hat jedes Abo ein bestimmtes monatliches DVD-Kontingent. Das Mini-Abo kostet 11,90 Euro und es gibt einen Tausch – also vier DVDs maximal pro Monat. Sechs DVDs, beziehungsweise zweifachen Tausch im Monat gibt es für 15,90 Euro im Fun-Abo. Bei den "Smart"-Nutzer werden für acht DVDs 19,90 Euro monatlich abgebucht - dementsprechend ist nach dem vierten Austausch das Kontingent verbraucht.
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