Vom Webhoster zum Alles-Anbieter
Strato: Billiger Internet-Vollsortimentler
Lars Gurow
Mit "www.wunschname.de" wurde Strato bekannt: als Webhoster, nicht jedoch als DSL-Provider. Und das Webhosting ist immer noch Kerngeschäft für den Berliner Provider. Mehr als eine Million Kunden und fast zwei Millionen Domains finden sich bei Strato. Doch die 1998 gegründete Strato-AG bietet erst seit April 2004 DSL-Tarife an.
Doch auch das DSL-Angebot ist durchaus ernst zu nehmen. Strato kann zwar nicht mit Kundenzahlen von T-Online, 1&1, AOL oder freenet mithalten, Strato spielt eindeutig in der zweiten Liga mit GMX, Tiscali oder Lycos. Über genaue Zahlen schweigt sich Strato jedoch aus. Die Preise sind gut, und auch das vielen potenziellen Kunden lästige "Bandbeitenmanagement" hat Strato abgeschafft.
Billig und mittlerweile unbeschränkt
Die Power-User unter den Filesharern hielt sich Strato nämlich mit Portbeschränkungen vom Leib: "Hierbei setzt STRATO ein intelligentes Bandbreiten-Management ein. Nur bei Spezialdiensten, z. B. Filesharing, kann die Bandbreite temporär eingeschränkt sein", hieß es früher bei Strato.
Doch mittlerweile hat man sich vom Bandbreitenmanagement verabschiedet. Strato gibt an, dass dies am zurückgegangenen Filesharing und an seiner guten Kundenstruktur liege. Und ohne Filesharing-Bremse setzt sich Strato an die Spitze der DSL-Angebote - zumindest preislich:
8,99 kostet die Flatrate, in 24 Städten gibt es die FlatrateCity für 4,99 Euro - absoluter Kampfpreis. Ansonsten bietet Strato nur kleine Inklusivvolumina an, die im DSL-Anschluss enthalten sind: 1000 MB bei DSL 1000, 2000 MB bei DSL 2000. Sehr gut ist hierbei die Kostenbremse: Wer das Inklusivvolumen überschreitet, zahlt 9,90 Euro für den betreffenden Monat und surft "flat" weiter.
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