iMac G5 im Test gegen den mac mini
iMac G5 vs. mac mini: Der große Mac-Vergleichstest
Michael Knott
Kastriertes Media-Center...
Doch was hat ein Rechner im Stereo-Turm zu suchen, der nicht genug Power hat, um Videos aufzuzeichnen, keine Möglichkeit, sowohl Bildschirm, als auch Fernseher anzusteuern und irgendwie auch keine Möglichkeit, Ton aufzunehmen? Der fehlende Audio-In sowie der nicht vorhandene zweite Monitor-Anschluss machen die Arbeit mit dem mac mini nicht gerade zur Freude. Dabei ist die iLife-Suite in Kombination mit dem zuverlässigen Mac OS X die ideale Grundlage für Media-Center-Betrieb.
Jeder 50-Euro-DVD-Player vom Discounter ist dem mac mini vom Sound her überlegen, unterstützt der kleine doch keine digitale Soundausgabe, von Surround ganz zu schweigen. Aber der wird bei Apple ohnehin nicht gerade auf Händen getragen. Obwohl der iMac dank Digitalausgang zumindest theoretisch damit umgehen kann. Allerdings ist fraglich, ob die Soundkarte auf die Signale klar kommt.
... oder schwachbrüstiger Einsteiger-Rechner?
Im Vergleichtest ist der Testsieger schnell ausgemacht: Der iMac schlägt seinen kleinen Bruder fast in jeder Disziplin. Sogar das Preis-Leistungsverhältnis ist beim iMac besser. Insgesamt stellt sich die Frage, was Apple sich beim mac mini gedacht haben mag. Was fehlt, ist das klare Konzept und die Ausstattung. Der mini soll sich Umstiegswilligen anbiedern. Die merken aber schnell, dass der günstige Preis nur ein Lockangebot für einen schwachbrüstigen Rechner der letzten Generation ist. Kein Wunder, dass die Verkaufszahlen schon wieder sinken.
imacmini
iMac G5-BildergalerieDer mac mini hat allerdings das iBook als Apple-Einstiegsdroge schlechthin abgelöst. Ob das so gut ist, ist fraglich, schließlich handelt es sich beim iBook wenigstens um ein vollwertiges Notebook. Den mini als vollwertigen Computer zu bezeichnen ist, zumindest in der mickrigen Grundausstattung mit 1,25 GHz-G4 und 40GB-Festplatte, wäre zuviel des Lobes. In der getesteten Version macht er wenigstens ansatzweise Sinn, in der Grundausstattung ist er hingegen auch wegen des geringen Arbeitsspeichers zu keiner sinnvollen Anwendung zu gebrauchen.
Fazit:
Der iMac ist dagegen ein wahres Design-Wunder: Flott, leise und optisch extrem ansprechend bedient er seine Klientel, vom Zocker bis zum Grafikdesigner perfekt. Natürlich hat auch der iMac seine Schwächen, so sind die nach unten ausgerichteten Boxen ziemlich bassfrei. Sonst gibt es allerdings nicht viel zu meckern, bis vielleicht über den Preis. Der allerdings ist nicht wirklich hoch: Vergleichbare Geräte von Markenherstellern im PC-Bereich sind ähnlich teuer oder noch teurer.
Im Gegensatz zum iMac G5 ist der mac mini nicht wirklich empfehlenswert, zumindest in der aktuellen Version. Wer dennoch künftig auf Apple setzen möchte, sollte sich als Umstiegshilfe besser ein iBook zum Heimrechner hinzukaufen. Dann fällt auch der Kabelsalat flach. Freunden des mac mini-Konzepts sei empfohlen, noch bis zum Herbst zu warten - spätestens zur Keynote in Paris dürfte eine Aktualisierung des mini anstehen. Vielleicht dann mal endlich mit ordentlich Arbeitsspeicher und Leistung.
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