iMac G5 im Test gegen den mac mini
iMac G5 vs. mac mini: Der große Mac-Vergleichstest
Christian Rentrop
Es macht einen Heidenspaß, Apple-Produkte gegeneinander antreten zu lassen. Das hängt damit zusammen, dass der Hersteller in den verschiedenen Preisklassen völlig verschiedene Geräte anbietet. Jetzt also mac mini gegen den iMac G5. Der Test ist auch eine Geldfrage, handelt es sich beim mac mini doch um den billigsten, beim iMac G5 20" um den teuersten Consumer-Rechner aus dem Hause Apple.
Die Profi-Linie, PowerBook und PowerMac sind mal wieder außen vor, was aber damit zusammenhängt, dass beide Power-Linien preislich dort anfangen, wo iMac und iBook gerade aufhören. Nicht unbedingt die Preisklasse, die sie zur Alternative für normale PCs macht. Deshalb also die aussichtsreichsten Umstiegskandidaten im Vergleichstest, mac mini und iMac G5.
Interessant, weil günstig
Beginnen wir mit dem wohl interessantesten weil günstigsten Rechner der aktuellen Apple-Reihe, dem mac mini. Das Testgerät in der Redaktion war in der "großen" Ausstattung geliefert. Das bedeutet: 1,42 Gigahertz G4-Prozessor, 512 Megabyte Arbeitsspeicher, 80 Gigabyte Festplatte, Combo-Laufwerk, Bluetooth und WLAN.
imacmini
mac mini-BildergalerieDer Rechner befindet sich damit allerdings nicht in der Grundausstattung, die für 589,- Euro beim Apple-Händler um die Ecke erhältlich ist, stattdessen ist er bereits mit einigen Optionen ausgestattet: Der serienmässige Arbeitsspeicher wurde bereits erweitert und auch die drahtlosen Technologien Airport und Bluetooth sind normalerweise nicht enthalten. Zarte 1,4 Kilo bringt der Kleine auf die Waage, in der Test-Ausstattung würde er bei Apple mit 739,- zu Buche schlagen. Für diesen Preis gibt es einen durchaus gut ausgestatteten PC beim Discounter.
mac mini: Nicht Spieletauglich
Warum also zum mac mini greifen? Von Apple wird das Gerät als Umstiegshilfe für willige PC-Nutzer beworben und ist, zumindest in der Grundausstattung, der billigste Mac seit über 20 Jahren. Allerdings gibt es für 90 Euro mehr den eMac in identischer Ausstattung, und der hat gleich einen Röhren-Monitor, Boxen, Maus und Tastatur dabei. Alles Dinge, die beim mac mini zusätzlich angeschafft werden müssen. Außerdem hat der eMac die spieletaugliche Radeon 9600-Grafikkarte mit 64 Megabyte Speicher, wohingegen der mac mini mit einer schwachbrüstigen Radeon 9200 auskommen muss, die obendrein nur 32 Megabyte ihr eigen nennt. Und schneller ist der eMac dank Desktop-Komponenten obendrein.
Der mac mini ist also quasi ein eMac ohne Monitor. Und dafür ist er sauteuer. Wenn man das Gerät nämlich noch zusätzlich mit einem zeitgemäßen DVD-Brenner und einem Gigabyte Speicher ausstatten möchte, kratzt man schnell die 1000-Euro-Grenze. Dafür ist der mac mini aber viel zu schwachbrüstig und war eigentlich schon bei seinem Erscheinen veraltet: Die Grafikkarte kommt nicht einmal mit allen Grafik-Effekten von Mac OS X "Tiger" zurecht.
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