Der Apple iMac G5 im Netzwelt-Test
Test: Apple iMac G5 20" - Apples Gaming-Maschine
Michael Knott
Perfekt für Videoschnitt
Dafür geht aber der Videoschnitt mit iMovie sahnig von der Hand, das Programm braucht vor allen beim En- und Decoden kaum Zeit und ist wesentlich schneller als beispielsweise der Redaktions-eMac. Zwischen beiden Rechner liegt aber auch eine Prozessor-Generation und jede Menge Busbreite, muss der eMac seine Daten doch mit schwachen 167 MHz über den Systembus schicken.
Natürlich ist der iMac G5 auch für "normale" Aufgaben geeignet. Im normalen Betrieb ist der iMac unglaublich leise, der Lüfter springt nur an, wenn der Rechner längere Zeit unter Last ist und auch nur so lange, bis er wieder auf die nötige Temperatur heruntergekühlt ist. Danach ist wieder Ruhe. Beim Test hatte es draußen rund 30 Grad Celsius, im Büro war es etwas kühler, doch auch hier war die 25°-Marke bereits überschritten. Trotzdem war der Lüfter nur äußerst selten zu hören: Beim DivX-Codieren und nach rund 10 Minuten Unreal-Tournament 2004 in der Multiplayer-Demo.
Codieren in vier Stunden
DivX-Codieren geht übrigens überaus flott: Mit dem Programm HandBrake, das übrigens das DivX-Codieren zu einem Kinderspiel macht, veranschlagte der iMac G5 knapp vier Stunden, um den über zweistündigen Filmklassiker "Einer flog über das Kuckucks-Nest" von DVD in ein handliches, 670 Megabyte großes DivX-Format zu pressen. Zum Vergleich: Der Redaktions-eMac veranschlagte für die gleiche Aufgabe rund 10 Stunden und das trotz nominal "nur" 750 Megahertz weniger.
Apropos CDs und DVDs: Der iMac G5 brennt beide, das SlotIn-Superdrive-Laufwerk, dessen Slot sich rechts am iMac befindet, brennt sämtliche gängigen DVD-Rohlings-Formate mit bis zu 8-facher Geschwindigkeit, sogar Dual-Layer. CD-R und CD-RW werden ebenfalls in unter 5 Minuten erledigt, was für den normalen Alltag vollkommen ausreicht, sofern man keine anspruchsvolle Raubkopier-Bude betreibt.
De facto kabelfrei
Auch für Beschallung ist gesorgt: Die Boxen des iMac G5 sind genau wie das Netzteil im restlichen iMac-Gehäuse untergebracht. Man braucht also außer Maus und Tastatur nichts mehr mit dem Rechner zu verbinden, sogar die Musik aus iTunes kann drahtlos übermittelt werden, sofern man die 150 Euro für einen Airport-Express WLAN-Router investiert hat. Im Idealfall, mit drahtloser Maus und Tastatur, ist der iMac also de facto kabellos, bis auf das Stromkabel, das sich elegant hinten aus dem Gehäuse schlängelt, für den User unsichtbar.
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