Schnellster MPEG4-Encoder
How To: MPEG4-Filme mit Nero Recode 2 komprimieren
Burkhard Müller
Es fällt auf, dass Recode 2 keine Möglichkeit zur Angabe der Bitrate bietet. Um einen Film mit einer genau definierten Bitrate herzustellen - zum Beispiel für Vergleichszwecke - muss man daher etwas probieren. Der integrierte Bitratenrechner ist aber sehr genau und trifft die Zielgröße auf etwa 1 Megabyte.
Voreingestellte Profile
Recode 2 orientiert sich an Profilen, die auch andere Encoder wie DivX verwenden. Für den heimischen PC und für DVD-Player ist das Home Theatre Profil gedacht, das Auflösungen bis maximal 720 x 576 Pixel unterstützt. Andere Profile gelten für Handhelds, Notebooks oder HD-TV:
Das Home-Theatre-Profil ist für PCs und DVD-Player ausgelegt
Damit sind die Vorarbeiten abgeschlossen. Mit "Weiter" gelangt man zu den "Brennoptionen". Recode 2 brennt nämlich das Ergebnis gleich auf CD oder DVD oder schreibt die Daten auf die Festplatte, wie in diesem Beispiel.
Experteneinstellungen
Bei den Brennoptionen wird das Zielverzeichnis für den fertigen Film eingetragen. Recode benötigt erfreulich wenig Festplattenplatz und speichert offenbar kaum zwischen. Bevor man jetzt gleich brennt, sollte man sich die "Nero Digital Optionen" ansehen. Per Voreinstellung wird hier die Encoding-Methode eingestellt: 1-Pass oder 2-Pass. 1-Pass ist schneller, dafür ist die Qualität fast immer schlechter. Ausnahme: Wenn man MPEG2-Filme herstellt und mit sehr hoher Bitrate encodiert (ab ca. 4.000 kbs), wird auch ein 1-Pass-Encodung "ganz gut". Bei MPEG4-Filmen ist ein 2-Pass-Encoding immer besser.
Durch Ankreuzen des Kästchens "Expert Mode" gelangt man in die Experten-Einstellungen. Hier wird der Encoder konfiguriert. An dieser Stelle schweigt das (sonst sehr gute) Handbuch und schlägt vor, die meisten Einstellungen möglichst nicht zu ändern. Recode verwendet hier einige Begriffe, die nicht erklärt sind, deshalb versuche ich hier eine Erklärung.
Die Codec-Thread-Priority ist einfach zu verstehen: Je höher sie ist, desto mehr Rechenzeit bekommt der Encoder und desto weniger kann man mit dem Rechner während des Encodens arbeiten. Wie jeder Encoder greift sich auch Recode 2 sofort die gesamte Prozessorzeit, durch Heruntersetzen der Priority wird es aber möglich, mit dem Rechner nebenbei noch andere Dinge zu machen.
Die Encoding-Methode sollte immer auf 2-Pass stehen.
Two Pass bringt die beste Qualität
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