Trotz Lücken unheimlich nützlich
Desktop-Firewalls: Warum jeder eine haben sollte
Tobias Röhrig
Desktop-Firewalls können leicht ausgetrickst werden. Das ist in der Fachwelt bekannt und letzlich der Grund, aus dem IT-Profis sich ständig über Sinn und Unsinn solcher Software streiten. Der absolute Schutz ist also nicht garantiert. Die Sicherheit aber per Firewall wenigstens ein wenig zu erhöhen, ist immer noch besser, als den PC völlig ungeschützt in's Internet zu lassen.
Doch auch hier warnen die Experten: PCs mit Firewall können die Aufmerksamkeit von Hackern auf sich ziehen und einen Einbruch ins System provozieren. Allerdings blocken Firewalls den Datenverkehr nicht nur nach außen ab. Auch auf dem eigenen PC installierte Programme werden daran gehindert, sich mit dem Internet zu verbinden, solange man das dem entsprechenden Programm nicht erlaubt.
Versteckte Ad- und Spyware kann auf diese Weise oft an der Arbeit gehindert werden. Doch auch hier gibt es Vertreter der ungewünschten Software, die sich an der Firewall vorbeimogeln können. Vom Internetzugang können aber auch "seriöse" Programme abgehalten werden, die zwar sehr bekannt und beliebt sind, heimlich aber nach Hause telefonieren.
Zu dieser Software gehören etwa Corel Draw, Microsoft Office oder auch Windows XP. Gegen die Telefonitis des Betriebssystems gibt es Tools wie XP Antispy, die Windows XP die Telefonsucht austreiben. Für andere Programme gibt es solche Tools aber meist nicht. Auch viele Shareware und Freeware-Programme verbinden sich unbemerkt per Internet mit irgendwelchen Servern.
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