Ein MP3-Player, ein Internet-Anschluss und ein Podcatcher - mehr braucht man nicht, um einen Podcast zu empfangen. Podcasting, das ist Radio auf dem MP3-Player, Broadcasting für den iPod. Und das ohne Radio: Die Sendungen werden als normale MP3s auf den iPod geladen.
Das Netz bedroht dank ausgefeilter Spionagemethoden und der allgemeinen Datenstreuerei die Persönlichkeit eines jeden. Und trotzdem ist des der grösste Garant für Demokratie. Denn jeder, der Zugriff auf das Web hat, kann sich aus den verschiedensten Quellen informieren. Und teilnehmen, was vielleicht noch wichtiger ist.
Der erste Schritt im Netz
Der erste Schritt dieser Teilnahme war die persönliche Website, die sogenannte Homepage. Wer schon länger im Netz ist, mag sich erinnern: Da hatte Papa Frontpage Express gequält, bunte Schriften, kaum lesbar vor dem bunten Hintergrund, dazu unbearbeitete Bilder sabbernder Kinder, hässlicher Eltern und uninteressanter Dinge. Das war dann die Homepage der Familie Tütenbrot-Bratbecker. Und so sah sie meistens auch aus.
Inzwischen sind diese Homepages zum Glück in den Tiefen des Web verschollen oder von Weblogs abgelöst worden. Auch hier gibt es diverse Geschmacksverbrecher, doch wenigstens halten sich die Websites an gewisse Standards. Der Blog, das Online-Tagebuch, zu Themen, die die Welt nicht braucht. Jedenfalls bis zum 26. Dezember 2004. Als die Welle kam, waren die Blogger schneller als die etablierten Medien. Und besitzen seither eine gewisse Reputation. Die Medienlandschaft krähte bereits, dass der klassische Journalismus von den Bloggern übertrumpft würde.
Schnelles Block, langsame Medien
Den Trumpf der schnellen Berichterstattung allerdings hat sich die Blogger-Gemeinde schnell wieder versaut, Verschwörungtheorien sei Dank, zurück zum Tagesgeschäft. Und das heißt bei manchen Bloggern "Audio-Blogging". Audio-Blogs sind, wie der Name schon sagt, Weblogs mit Audio-Funktion. Statt zu schreiben, werden die Gedanken per Diktiergerät notiert und hochgeladen. Feine Sache, wenn man denn was zu erzählen hätte.
Doch es gibt auch informative Audioblogs. Im Gegensatz zur Schreibe allerdings, die sich ausschließlich aus der übertragenen Information plus dem Schreibstil zusammensetzt, muss ein Audioblog zusätzlich spannend rübergebracht, spannend, klar und vor allem technisch eindwandfrei gesprochen werden. Wenn der Sprecher lallt, kann das komisch sein, doch der Informationsgehalt und die Art der Übermittlung muss stimmen.
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